OdenwäldeRR's Cup Kolumne

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  • Für Sonntag waren Temperaturen bis 30 Grad vorher gesagt. Ich rechnete nicht damit, dass schnellere Zeiten als am kühleren Samstag gefahren würden. Umso erstaunter war ich, dass meine direkten „Mittelfeld-Konkurrenten“ 1:49er Zeiten hinlegten. Grrrrrr ... ich musste irgendwas tun. Ich hatte nur noch einen Turn als Qualifying für das Rennen zur Verfügung. Mein Hinterreifen, ein Dunlop KR108 MS4, hatte schon keine erkennbaren Markierungen mehr. Aber er funktionierte noch gut. Vorne hatte ich bis dahin den SC1 drauf gelassen. Den härteren SC2 wollte ich eigentlich für das Rennen aufsparen, aber nun musste gehandelt werden.


    Den dritten und letzten Qualifying-Turn fuhr ich also mit dem härteren SC2 Vorderreifen raus. Was für ein Unterschied. Die Lufttemperatur hatte längst die 28 Grad überschritten und während der SC1 in jeder Anbremszone wimmernd und eiernd zu Werke ging, lag der SC2 satt und stabil auf dem Asphalt. Ich konnte viel später bremsen und viel länger tief in die Kurve reinbremsen. Die rote Diode auf meinem GPS-3 Laptimer signalisierte mir nach fast jedem Sektor eine neue Bestzeit. Die Anzeige meldete: -0,5. Nächste Runde, nochmal nachlegen. Wieder rot im ersten Sektor. Auch im Zweiten. Jetzt nur keinen Fehler machen, dachte ich. Fahr sauber, fahr sauber!!! Rot im vorletzten Sektor. Anzeige wieder -0,5. Letzte Kurve. Scheiße, bischen weit gegangen, aber immer noch gut, jetzt Gas ... Gaaaaaaaaas ..... Bämmm ..... Zielstrich: 148,805


    Mein Grinsen war so breit, dass der Helm fast zu klein war. Mit dieser Zeit sicherte ich mir Startplatz 10 von insgesamt 28 Startern.


    ...


  • Sonntag, 16.10 Uhr. Boxengasse offen für 1 Minute. Ich erspare Euch an dieser Stelle das übliche Gejammer über die Anspannung in den 2 Stunden davor. :brenn: :00: :titanic:


    Noch auf dem Weg in die Startaufstellung grübelte ich wieder (!!!), ob ich nun mit oder ohne Launch-Control starten sollte. Vor 14 Tagen beim 2. FRT war das beim Fun-Rennen ordentlich in die Hose gegangen. Den Start hatte ich total versemmelt. Ich entschloss mich, den Start mit LC beim Vorstart nochmal zu testen. Es funktionierte gut. Okay, also gleich nochmal genau so.

    16.15 Uhr. Startposition. Modustaste links drücken. LC blinkt, LC leuchtet. Gang rein, Gas auf .... „rrrrrrrooooaaaarrrrrrbopbopbopbop....“ Ampel rot, Ampel aus.... auskuppeln und Feuer. Fast perfekter Start. Die Wheelie-Control hält das Vorderradbei ca. 30 cm in der Luft. Mit optimaler Beschleunigung ziehe ich links am Vordermann vorbei. Der Weg bis zur ersten Kurve reicht bis zum dritten Gang. Spät ankern, Position verteidigen, einlenken. Geschafft. Soweit, so gut, dachte ich. Keine Feindberührung, nicht abgeräumt worden, alles planmäßig.


    Im Laufe der ersten Runde hatte sich soweit erstmal alles sortiert. Keine Ahnung, auf welchem Platz ich fuhr, aber es konnte eigentlich nicht schlechter als die Startposition 10 sein. Ich war letzter in einer 4er Gruppe. Hinter mir hörte ich in keiner Kurve fremde Motorgeräusche, sodass ich annahm, nach hinten ein wenig Platz zu haben.


    Die drei vor mir machten ordentlich Pace. Zwei Runden konnte ich einigermaßen dran bleiben, aber dann wurde der Abstand größer. Nichts zu machen. Da konnte ich nicht dran bleiben. Ich versuchte, „mein“ Rennen sauber und präzise weiter zu fahren.


    Zu Beginn der zweiten Rennhälfte merkte ich, wie die Kraft nachließ. Die Konzentration ließ nach. Ich ging 2 Mal weit, bremste umgekehrt hier und da viel zu früh und wurde „faul“ war das Hang-Off betraf. Der Planet glühte, mir war heiß, die Luft die ich atmete war heiß und meine Unterarme brannten. Eine Schwäche, die Fahrer Nummer 9 aus Team Kurvis-Racingparts und mein Boxenkollege Thomas gnadenlos ausnutzte. Er presste sich beim Anbremsen auf eine Links neben mich und lenkte vor mir ein. Ich konnte zwar einigermaßen an ihm dran bleiben, mich auf Start-Ziel auch einmal kurz neben ihn setzten, aber letztlich reichte es nicht mehr, um mir den Platz zurück zu holen.

    Die Schwarz-Weiß-karierte Fahne erlöste mich von den Schmerzen der körperlichen Anstrengung. Ich war total platt und am Ende.

    Aber die Mühe hatte sich gelohnt. Ich hatte Platz 9 eingefahren und damit erneut sieben Punkte und einen weiteren Pokal gewonnen. In der Gesamtwertung liege ich nun mit 21 Punkten irgendwo auf Platz 13, wenn ich mich nicht verrechnet habe.


    :sieg:

    Jetzt ist erstmal Erholung angesagt. Vor dem nächsten Cup-Lauf in Oscherleben, am 15.+16. Juli geht es erstmal eine Woche nach Südtirol. Natürlich mit der OdenwäldeRRin und mit dem Motorrad.

    :urlaub:


    Bis demnächst,


    Euer OdenwäldeRR




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  • Tip top der OdewäldeRR. :thumbsup: .
    Aus fahrphysikalischen Gründen entsteht ein Sicherheitsrisiko,wenn die Motorleistung dem Leergewicht nicht angepasst ist und dadurch außerordentlich starke Beschleunigungen möglich werden.
    ( Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat in seinem Beschluss zur Motorradsicherheit.)
  • Um es gleich mal vorweg zu nehmen:


    Wir waren am Wochenende etwas fotografier-faul und deswegen wird es heute ausnahmsweise mal nicht so bilderreich.


    Freitag-Abend nach der Einschreibung und der technischen Abnahme haben wir uns zum Einklang im Restaurant des Hotel Motorsportarena eingefunden. Das Mopsi-Racing-Team hatte dieses Mal auch einige Betreuer und Fans dabei


    :foto: :bussi: :knuffel:

    ...


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  • Als Fahrer für’s Renntraining waren neben mir noch Kraftrad, lawyer, Cuxman und Christian mit am Start.

    Kraftrad und ich waren für das Rennen Cup 1000 angemeldet. Die anderen drei nur für’s Renntraining.

    Trotz intensiver Überzeugungsarbeit, ließ sich aber keiner der drei anderen breitschlagen, am Fun-Race teil zu nehmen, welches wie üblich auch stattfand.

    Dafür war es dann aber endlich mal so weit, dass der Cuxman seine ZX10 artgerecht bewegen sollte. :respekt:


    ...



  • Normalerweise wird das Fahrerfeld bei Hafeneger in vier Gruppen eingeteilt. Rot, Grün, Blau, Gelb.

    Auf der bei vielen Fahrern sehr beliebten und daher auch häufig besuchten Strecke von Oschersleben „knubbeln“ sich jedoch sehr viele schnelle Fahrer in den niedrigen 1:30er Zeiten. Bei den Cup-Events in Osche wird daher zusätzlich eine fünfte (schwarze) Gruppe aufgemacht.

    Ich hatte gehofft, wie üblich in der roten Gruppe zu fahren. Doch daraus wurde nichts. Die Dame bei der Anmeldung überreichte mir lächelnd meinen Aufkleber.

    Willkommen im Haifischbecken. :mad:

    ...
  • Am Samstag ging es für die schwarze Gruppe bereits um 08.00 Uhr los. 13 Grad und leicht bewölkt. In der Nacht hatte es geregnet und die Strecke war noch nicht ganz abgetrocknet.
    Da die Wettervorhersage bereits angekündigt hatte, dass es wieder etwas kühler als in den Tagen zuvor werden sollte, hatte ich vorne wieder von SC2 auf SC1 zurückgerüstete. Hinten hatte ich den KR108 MS3 drauf, mit dem ich auf dem Lausitzring bereits das Rennen gefahren hatte.


    Turn 1 ging ich mit einer 1:47 sehr verhalten an. Erstmal eingrooven und schauen, wo überall noch nasse Stellen waren. In Turn 2 und 3 zog ich das Tempo etwas an. Die Strecke war inzwischen komplett trocken. Aber es wollte noch nicht so richtig klappen. Die Strecke bot nicht so viel Grip wie sonst und sowohl die Hotelkurve, die Hasseröder und die Rechts nach der Trippel bekam ich nicht so sauber hin, wie zuletzt beim 2. FRT Ende Mai. In der Mittagspause stand eine 1:35,9 auf der Uhr. Zwei Sekunden langsamer, als meine bisherige Bestzeit, aber es reichte knapp, um in der schwarzen Gruppe zu bleiben.


    Der Nachmittag wurde etwas besser. Bis auf die Hasseröder passte alles ganz gut. Ich schloss den Tag mit einer 1:35,12 ab. Aber die Konkurrenz hatte nicht geschlafen. Ich lag lediglich auf dem 35. Platz der Gesamtwertung.


    Die drei Vormittags-Turns am Sonntag zählten noch zum Qualifying für das Rennen. Der 1. Turn startete wieder um 08.00 Uhr. Zu früh und zu kalt, um eine gute Zeit herauszuholen. In Turn 2 versuchte ich alles, aber ich wurde nicht schneller. Im Gegenteil. Mehr als eine 1:35hoch gelang mir nicht. Mein Hinterreifen war inzwischen am Ende. Damit konnte ich keinen Blumenpott mehr gewinnen. Für den letzten Qualifying-Turn wechselte ich das Hinterrad. Nun stand mir ein nagelneuer KR108 MS4 zur Verfügung. Den wollte ich eigentlich wieder erst im Rennen aufziehen, aber ich brauchte einen einigermaßen guten Startplatz.


    Die erste Runde vom letzten Vormittags-Turn ging ich locker an. In der zweiten zog ich das Tempo an und suchte mir im Fahrerfeld eine Position, in der ich ab der 3. Runde frei fahren konnte.


    Nach Runde 3 zeigte der Laptimer immerhin eine 1:34,9 an. Da ging noch was. Ich legte nochmal nach und erreichte in Runde 4 eine 1:34,408. Der Einsatz des neuen Reifens hatte sich gelohnt. Die Zeit reichte für Startplatz 11.


    Den ersten Nachmittags- und letzten Turn vor dem Rennen ließ ich – wie die meisten anderen Cup-Fahrer auch – aus. Regeneration und Konzentration war angesagt.

    ...


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  • Das Rennen startete um 15.55 Uhr. Ich stand in Reihe 4 in der Mitte. Das Startprocedere hatte ich inzwischen in meinem Hirn abgespeichert. Alles lief automatisch. Position einnehmen. LC-Taste drücken. Kupplung ziehen, 1. Gang einlegen. Ampel rot: Gas auf. Ampel aus: Kupplung loslassen.

    Guter Start, guuuter Start. Die beiden Fahrer auf Position 8 und 9 kamen nicht gut weg. Ich suchte mir die breiteste Stelle und stach durch. Es gab viel Bewegung und Positionswechsel bis zum ersten Anbremspunkt. In der Hotelkurve wurde es verdammt eng, aber alles ging gut. Keine Stürze und – zumindest bei mir – keine Feinberührungen.

    Schneller als sonst hatte sich das Feld sortiert. Die ersten vier konnten sich etwas absetzen. Dann folgte eine Gruppe von 6 Fahrern, in der ich ganz hinten fuhr. Zunächst schien es so, als könnte ich den Anschluss nicht halten, aber dann kam ich langsam näher. Die große Uhr auf Start/Ziel zählte die Zeit runter. Ich war mir nicht sicher, ob die Restzeit noch reichen würde, um den Fahrer vor mir noch zu überholen und ob ich es überhaupt versuchen sollte. Ich fuhr bereits am Limit und wollte keinen Sturz riskieren.

    Die Entscheidung wurde mir abgenommen. Kurz vor dem regulären Ende wurde das Rennen wegen eines Sturzes abgebrochen. Nichts Schlimmes. Der Fahrer kam mit leichten Blessuren davon. Da sein Moped jedoch auf der Strecke liegen blieb, wurde das Rennen nach 8 Runden vorzeitig beendet.

    Ich konnte mich über Platz 9, einen weiteren Pokal und vor allem wieder über +7 Punkte freuen. Die schnellste Runde absolvierte ich mit einer 1:33,499

    So kann’s weiter gehen.

    Die nächsten zwei Cup-Läufe finden in 14 Tagen auf dem Slovakiaring statt. Für mich das erste Mal dort. Mal schauen, wie es läuft ....

    Gruß
    OdenwäldeRR


    ...

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  • Tier :mad: :wow
    ;) (-:

    So sollte es sei. Sitzenbleiben. :thumbup: Spaß haben. =) Und dem kleinen Inder immer weiter wegfahren mit den Zeiten. :motz:

    Weiter so und wir sehen uns dann vielleicht im August in Most aber zum Glück nicht in der gleichen Gruppe. :P

    Gruß
    G.A.C.O.
    "Der schnellste Inder westlich des Ganges" ;)

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  • So wenige Fotos gab´s wirklich noch nie - hab auch kaum was.

    Hier mal das Entspannungsprogramm am Mittag in Bilder <3

    War ein Mega Wochenende mit verdammt vielen Geschichten und Top Zeiten.
    Bilder
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    • Cuxi.jpg

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  • Auch wenn es diesmal sehr wenige Bilder sind... egal... ich lese die Berichte hier immer sehr gerne! Also: auf alle Fälle weiter berichten! :thumbsup:

    @Odenwälder: vielleicht solltest du einen anderen Nicknamen wählen.... PokalwäldeRR... oder OdenraceRR ....oder so... :D

    Ich wünsche dem Mopsi Racing Team weiterhin viel Spaß 8) und gute Ergebnisse :cup: ... und immer brav sitzen bleiben... ;)


    Grüße,
    Gitsch