Motorschwierigkeiten und Ventilspiel

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  • Ich lege morgen mal ein Lineal drüber. Mich wundert es nur, das die Werkstatt dazu nichts gesagt hat. Immerhin haben die das Ding extra zum Reinigen und Kontrollieren da gehabt. Da hätte das mit den Schwimmern ja auffallen müssen. Aber wer weiß wie gut die tatsächlich arbeiten, auf mich hat der ältere Herr jedenfalls anfangs einen versierten Eindruck gemacht.

    Dr.Fireblade schrieb:

    Wer ernsthaft was DAZUlernen möchte ist nach Voranmeldung willkommen wenn ichs zeitlich unterbringe.
    Fragen ist immer erlaubt und sogar erwünscht... bissle Grundkenntnisse solltet ihr aber mitbringen.

    Aber eigentlich ist nichts davon "besonders"... es ist Erfahrung, Sorgfalt/Sauberkeit... und ein wenig drüber nachdenken "warum" man etwas tut. Oder warum z.B. diese Schwimmernadeln überhaupt solche federnden Stiftchen haben :whistling:
    An dieser Stelle auf jeden Fall nochmal vielen Dank für die wirklich tolle Hilfe! Mein Papa meinte auch ich soll die Schwimmer im geöffneten Zustand ganz leicht runter drücken und schauen ob die leicht zurück Federn. Einer hat es nicht ganz so sauber gemacht wie die anderen, aber da fehlt mir einfach noch die Erfahrung. Ist die Feder denn dazu da die Nadeln in die Dichtfläche zu drücken?
  • Wenn du das genau ermitteln willst nuetzt ein lineal gar nichts.

    Du musst dir eine Konstruktion bauen mit der Du den tatsaechlichen Benzinstand messen kannst. Zb. Jeden Gaser auf ein Glas stellen mit Benzin und gucken wann der genau dicht macht und vergleichen. Natuerlich ohne Schwimmerkammerdeckel. Oder halt extrem genau messen ohne Benzin. Wenn Du sicher sein willst musst Du das mit Benzin machen. Aber alles nur so bla bla ich denke du hast so oder so gar kein problem mit dem Schwimmerstand das wird schon ok sein. Es kommt ja nicht nur drauf an das alle gleich sind sondern auf den Fuellhoehestand aus dem WHB. Minimale Anderungen haben manchmal einen riesen Einfluss.

    Hier ist nochmal ein anschauliches Beispiel:
    xs1100-forum.de/t3577f106-Verg…wimmerkammer-pruefen.html
    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von dunlop ()

  • Nee Joe... diese Gaser sind bemerkenswert unempfindlich auf den Schwimmerstand....
    Überleg mal was beim beschleunigen oder bremsen passiert.
    Ich habs auch schon während der Fahrt mal gemessen.. ganz auf die rustikale Tour. Lambdasonde und dann einfach mal den Sprithahn zu gemacht. Es dauert erstaunlich lang eh du überhaupt irgendwas siehst. Ich denk dass auch deshalb der Stand bei den SC28/33 gar nicht mehr einstellbar ist. Da gibts diese klassische kleine Metallzunge zum "biegen" gar nicht mehr.
    Wer nun unbedingt mal messen will, auch da gehts bei unseren Mopeds mal wieder hinreissend einfach:
    4 kleine durchsichtige Schlauchstücke besorgen (die müssen nicht exakt gleich lang sein),über die Ablass-Öffnung der Schwimmerkammer stecken, Schläuche nach oben befestigen und dann einfach die Ablass-Schraube öffnen. Der Sprit steigt dann im Schlauch auf den Stand in der Schwimmerkammer. Lineal drüber halten... 1-2mm spielen keine Rolle.

    Der Stand ist aber hier doch gar nicht das Problem, hier steht doch der Verdacht auf ne völlige Undichtigkeit im Raum.
    Der empfohlene Test mit den Schwimmern diente der Prüfung ob die Federn in den Nadeln einigermaßen gleich und beweglich sind, nicht der Dichtigkeit.
    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)
  • Hardy92 schrieb:

    Ist die Feder denn dazu da die Nadeln in die Dichtfläche zu drücken?
    Neee.... überleg mal was anders wäre wenns dort keine Feder sondern ein starre Nadel gäbe.
    Die Nadel schließt sobald sie am Nadelventil anliegt.....wenn der Schwimmer nun durch Erschütterungen/Beschleunigung schwingt... wo ist der Unterschied?
    Und weshalb kommts dann eben auch drauf an dass die Federn einigermaßen gleich reagieren, vor allem im Moment wo sich der Stift zu bewegen beginnt?

    Hat mit der Dichtigkeit als solcher aber nichts zu tun !!
    Wens derart läuft wie bei dir ist das nicht die Feder sondern entweder ein deutlicher Schaden an der Nadelspitze, eine im Nadelsitz "klemmende" Nadel oder ein "hängender" Schwimmer.
    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)
  • Das ergibt Sinn!

    Ich habe heute morgen direkt in der Werkstatt angerufen, er hat den 3. Schwimmer schon ausgebaut und meinte der Dichtkopf der Schwimmernadel hätte einen ringförmigen Abdruck. Hab ihm gesagt er soll das Ding so lassen. Nadeln würden bei ihm 13€ das Stück kosten, das sind dann aber mit Sicherheit keine originalen. Wenn Michael sagt, dass originale Nadeln pflicht sind aufgrund schlechter Erfahrungen, dann sollen die auch rein. Ich würde definitv den 3. tauschen und vermutlich auch den 4.

    Die Menge an Sprit die da rausgelaufen ist deutet dann aber eher an einem hängenden Schwimmer und nicht an einer undichten Nadel. Ist nur die Frage warum er gehangen hat...

    Nadeln bestellen dauert dank dem Feiertag mit Sicherheit wieder ne halbe Ewigkeit.
  • Na Zubehör muss nicht schlecht sein... für mich kommt eben immer die Überlegung ggfs., die Arbeit nochmal machen zu müssen oder gar irgendwo liegen zu bleiben. Und bei Zubehör weiß halt niemand bei welchem Chinesen das evtl. durch die Qualitätssicherung gefallen ist....

    Schau dir die Nadeln erstmal an, ich seh das genau wie du, das war keine kleine Undichtigkeit, das war was anderes. Das sind ja Gummispitzen... die sind nicht sooo kritisch. Sieht man ja auch daran wieviele SC28 noch mit den ersten unterwegs sind... seit 26 Jahren....
    Mach alles picobello sauber... s.o. und prüfs dann einfach. Merkste doch ob da was sifft wenn du die ne Weile mit Benzindruck stehen lässt.
    Schwimmerachsen auch säubern, die Lagerung... na alles was mit Leichtgängigkeit zu tun hat.
    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)
  • Genau das ist immer die Problematik bei solchem Zubehör, mal hat man Glück und mal hat man Pech damit. Ich zahle generell auch gerne für gute Qualität, aber das Geld ist im Moment leider knapp.

    Bei dem Versuch in der Werkstatt war ja auch alles wieder dicht, spricht also alles in allem tatsächlich für einen hängenden Schwimmer. Welche Teile im Vergaser dürfen denn geschmiert werden? Überall wo direkt Benzin ran kommt ist es ja ziemlich unnütz, da sollte eine Reinigung wohl ausreichen. Werde mich dann später nochmal melden wenn ich das Teil zerlegt habe.
  • Geschmiert wird genau... gar nichts.
    Die Stifte der Schwimmernadeln nur, wenn sie im US-Bad lagen... und dann nicht als Schmierung sondern Korrosionsschutz.
    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)
  • Hab den Vergaser nun wieder hier liegen. Die Kegel haben zwar Abdrücke, aber ich würde nicht unbedingt behaupten die wären durch. Trotz allem war eben beim Abdrücken tatsächlich die 2. Kammer undicht, es hat ganz langsam getröpfelt. Werde also nachher mal genau den Sitz überprüfen und auch hochauflösende Fotos von den Nadeln machen.

    Vielleicht wurde es vergessen diese Stifte zu konservieren und der Schwimmer hat deswegen nach 6 Wochen rumliegen letzendlich gehangen.
  • Dr.Fireblade schrieb:

    Nee Joe... diese Gaser sind bemerkenswert unempfindlich auf den Schwimmerstand....
    Überleg mal was beim beschleunigen oder bremsen passiert.
    Ich habs auch schon während der Fahrt mal gemessen.. ganz auf die rustikale Tour. Lambdasonde und dann einfach mal den Sprithahn zu gemacht. Es dauert erstaunlich lang eh du überhaupt irgendwas siehst. Ich denk dass auch deshalb der Stand bei den SC28/33 gar nicht mehr einstellbar ist. Da gibts diese klassische kleine Metallzunge zum "biegen" gar nicht mehr.
    Wer nun unbedingt mal messen will, auch da gehts bei unseren Mopeds mal wieder hinreissend einfach:
    4 kleine durchsichtige Schlauchstücke besorgen (die müssen nicht exakt gleich lang sein),über die Ablass-Öffnung der Schwimmerkammer stecken, Schläuche nach oben befestigen und dann einfach die Ablass-Schraube öffnen. Der Sprit steigt dann im Schlauch auf den Stand in der Schwimmerkammer. Lineal drüber halten... 1-2mm spielen keine Rolle.

    Der Stand ist aber hier doch gar nicht das Problem, hier steht doch der Verdacht auf ne völlige Undichtigkeit im Raum.
    Der empfohlene Test mit den Schwimmern diente der Prüfung ob die Federn in den Nadeln einigermaßen gleich und beweglich sind, nicht der Dichtigkeit.
    Da hast Du natuerlich recht so wild ist das nicht wirklich. Frueher reagierten manche Motoren ein bischen empfindlich. Den Trick mit den durchsichtigen Schlauechen finde ich gut. Das geht leider auch nicht bei allen Gasern so einfach. Ja ist etwas vom Theme abgekommen natuerlich. Bei Ihm ist ja klar was los ist.
    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals
  • Dr.Fireblade schrieb:

    Nee Joe... diese Gaser sind bemerkenswert unempfindlich auf den Schwimmerstand....
    Überleg mal was beim beschleunigen oder bremsen passiert.
    Ich habs auch schon während der Fahrt mal gemessen.. ganz auf die rustikale Tour. Lambdasonde und dann einfach mal den Sprithahn zu gemacht. Es dauert erstaunlich lang eh du überhaupt irgendwas siehst. Ich denk dass auch deshalb der Stand bei den SC28/33 gar nicht mehr einstellbar ist. Da gibts diese klassische kleine Metallzunge zum "biegen" gar nicht mehr.
    Wer nun unbedingt mal messen will, auch da gehts bei unseren Mopeds mal wieder hinreissend einfach:
    4 kleine durchsichtige Schlauchstücke besorgen (die müssen nicht exakt gleich lang sein),über die Ablass-Öffnung der Schwimmerkammer stecken, Schläuche nach oben befestigen und dann einfach die Ablass-Schraube öffnen. Der Sprit steigt dann im Schlauch auf den Stand in der Schwimmerkammer. Lineal drüber halten... 1-2mm spielen keine Rolle.

    Der Stand ist aber hier doch gar nicht das Problem, hier steht doch der Verdacht auf ne völlige Undichtigkeit im Raum.
    Der empfohlene Test mit den Schwimmern diente der Prüfung ob die Federn in den Nadeln einigermaßen gleich und beweglich sind, nicht der Dichtigkeit.
    Genau so würde ich das auch machen, und ,übrigens, wenn man keinen Gummihammer hat, und ein Schwimmer hängt,dreht man einfach den Hammer um und klopft mit dem Stiel gegen die Kammer, ist auch garnicht so ungewöhnlich das das beim Einbau passiert das die sich ,,verhaken"
    Jage nichts, was du nicht Töten kannst! :fadenkreuz:
  • Hier mal ein hochauflösendes Foto der Nadeln. Bin auf die Meinung der Experten gespannt, ich würde allerdingds behaupten, dass die noch gut sind. Die Federn verrichten auch noch ihren Job.

    Es ist serviert:

    bilder-upload.eu/show.php?file=fbaef8-1526736762.jpg

    (Direkt über dem Bild gibt es eine Zoom-Funktion, die kann man auf 200% stellen)
  • Ich seh auch keine Schäden...
    Also, die Stifte bissle ölen, die Nadelsitze auf Beschädigungen prüfen und mit Wattestäbchen gründlich säubern.
    Du könntest auch noch die Führungskanten der Nadeln nochmal auf Grate/Macken prüfen und die ggfs. ganz vorsichtig mit feinem Schmirgel abziehen wenn du dort was bemerkst.
    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)
  • Neu

    SIE LÄUFT!!!


    Ich bin überglücklich!! Habe die Führungen der Nadeln mit weichem Schleiffließ behandelt, die Sitze nochmals mit Watte gereinigt und die Stifte der Schwimmer leicht geölt. Nach mehrmaligem drehen, auf den Kopf stellen und in die Benzinleitung pusten, hab ich mich entschieden, den Vergaser einzubauen. Anscheinend hat es Früchte getragen! Der Überlauf vom Vergaser ist trocken geblieben. Die gute hat anfangs ordentlich gequalmt, aber dann war soweit alles gut. Hab sie mit 2500 Umdrehungen gut 15 Minuten bis 100 Grad warm laufen lassen. Wenn sie gleich ein bisschen abgekühlt ist gibt es direkt neues Öl und Filter. Mal schauen ob ich heute noch die Kühlflüssigkeit wechsel. Bei dem Konzentrat was ich da habe muss ich erstmal die Verträglichkeit ermitteln...

    Wirklich nochmal ein ganz großes Lob an alle die mir geholfen haben, ganz besonders @Dr. Fireblade. Ich weiß die investierte Zeit wirklich zu schätzen. So macht lernen Spaß!
  • Neu

    Na bitte....
    Wie schon so oft geschrieben, bissle Pflege und Wartung und die SC28/33 gehen nicht kaputt.

    Da SOLL silikatfreies Kühlmittel rein !!
    G30 ist sogar optimal....das Zeug toleriert auch geringe Mengen Silikat ohne jedes Problem.Genau aus dem Grund nehm ich nichts anderes... und billig isses auch noch.
    Spül das Kühlsystem 1-2x mit Wasser und dann rein damit.
    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dr.Fireblade ()

  • Neu

    Hardy92 schrieb:

    Hab leider nur AN-SF 12+ und G30 da, die sind beide Silikat frei, wenn ich richtig gelesen habe. Da vermutlich silikathaltiges Kühlmittel drin ist, muss ich mir wohl vorher erst neues Konzentrat besorgen...

    motor-oel-guenstig.de/schmiers…schutz-konzentrat-violett

    glysantin.de/produkte/g30.html
    G 30 ist perfekte Wahl. Ist aber das selbe Zeug wie 12 +. Ja spuehl mal alles alte raus man weiss ja nie was da drinne war wenn man es nicht selber reingekippt hat.
    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals
  • Neu

    Hab schon im Forum gesucht, aber nicht wirklich was handfestes gefunden. Habe eben rausgefunden, dass sich G30 und 12+ tatsächlich als universal einsetzen lassen (Und das der Dr. das nicht toll findet :D ). Werde morgen mal die Farbe des aktuellen Kühlmittels checken. Ich meine aber, das es rosa ist.

    Muss man den Kühlkreislauf noch entlüften? Einfüllen im Ausgleichsbehälter oder lieber am Kühler? (Falls das geht)