Der "keine Probs mit ABS" Fred

  • Servus liebe SC59 Fahrer mit ABS,


    bald habe ich meine black beauty 2 Jahre, gekauft mit knapp 7000km, Modell 2012. Ich habe heute 28.000km drauf, im Frühjahr wurde der 24er Service durch ne Werkstatt gemacht, die mir empfohlen wurde. Mein ABS funzt bisher ohne Probleme. Ich war damit letztes Jahr 2 Mal am HHR, bei wirklich großer Hitze, eben komme ich vom Gardasee zurück, wo es auch extrem warm war und viiiiel stop and go Verkehr. Bisher hatte ich keinerlei Ausfälle. Ich bin nicht der hardcore bremser, also ich bevorzuge den sog. runden Fahrstil. Der Power RS hält bei mir hinten knapp 3000km.


    Natürlich lese ich die vielen Postings vom ABS Ausfall etc. Das nagt immer mehr an mir und jetzt mach ich mal den Fred hier auf.


    Also bitte ich hier alle, die busher KEIN Problem mit dem ABS hatten, mal kurz zu schreiben, welches BJ ihr fahrt und welches Modell und seit wieviel km ihr ohne Probs mit dem ABS unterwegs seid.


    Viiiielen Dank schon mal


    Greetz
    Michael

  • hi, ich habe eine 2016 SP, mit 7500 km auf der Uhr.....keine Probleme!
    Bremsflüssigkeit vorsichtshalber bei 6000 km wechseln lassen!
    :mad:
    Dafür waren die Öhlins Gabelrohre wieder beim Hersteller, revidiert!


    Sonnst rennt der Hobel wie Lotte... 8o


    Gruss Hauke

  • Hier mal meine Erfahrungen/Weisheiten zum Thema ABS in der SC59


    Bei allen SC59 ABS (2009-2016) ist die Bremshardware die SELBE!
    Also Bremssättel, Leitungen, Bremspumpen, Leistungseinheiten und Ventileinheiten sind baugleich.



    Bei der Fireblade SP mit ABS ebenso, der einzige Unterschied sind die Brembo Bremssättel.



    Unterschiede gibt es nur bei den ABS Steuergeräten – also der verwendeten Software!



    Ich hatte in meiner 2009er bereits folgende Steuergeräte OHNE AUSFALL im Einsatz:
    38600-MFL-D03 (mein Originales)
    38600-MFL-D04 (habe ich auf Garantie erhalten, weil mein Originales meine Batterie leer saugte – hierzu habe ich einen Thread erstellt)
    08Z56-MFL-800 (Race-ABS Steuergerät)
    38600-MGP-D11 (Steuergerät 2012-2013)
    38600-MGP-D93 (Steuergerät Fireblade SP)



    Alle diese Steuergeräte sind Plug&Play, wie ich selbst erFAHRen habe!
    Alle habe ich selbst OHNE ABS Ausfälle oder Probleme auf der Straße und
    der Strecke mit allen möglichen Reifen vom 180er Regenreifen über
    190/50, 190/55, 190/60, 200/55, 200/60 (Bridgestone, Michelin, Metzeler,
    Pirelli, jeweils Slicks) gefahren.



    Das Regelverhalten der Steuergeräte ist nur jeweils etwas anders.



    WICHTIG!
    Unterschiede gibt es nur beim Entlüften.
    Wie schon geschrieben – nicht bei der Bremshardware – bei den dabei verwendeten Steuergeräten!!!



    Das Prozedere des Entlüftens ist bei allen Steuergeräten bis einschließlich 2013 (2009-2013) und dem Race Steuergerät gleich Klick.
    Ab 2014-2016 incl. SP ist das Prozedere etwas verkürzt.



    Das heißt somit, dass wenn ich das SP Steuergerät in meiner 2009er habe, muss ich nach dem Entlüftungsanleitung der SP vorgehen.



    Habe ich das Race Steuergerät (2009) in einer 2015er SP, muss nach der Entlüftungsanleitung der 2009er entlüftet werden!!



    Wie entlüftet werden muss, hängt NUR vom Steuergerät ab.



    Da wir hier im Bekanntenkreis nun auch mehrere SC59 Treiber sind, konnte ich auch schon einige Erfahrungen mit dem ABS sammeln.
    Ich hatte und noch NIEMAND in meinem Bekanntenkreis hatte jemals einen Ausfall wegen defekter Leistungs- oder Ventileinheiten.



    Ich entlüfte – und unser Freundlicher HH (der selbst mit seiner 09er ABS
    mit Seriensteuergerät auf der Renne mit Slicks unterwegs ist) –
    entlüftet immer PENIBELST genau nach Anleitung mit DOT 4
    Bremsflüssigkeit.



    Und genau beim Entlüften scheinen die ABS-Probleme vermieden zu werden –
    oder eben zu entstehen (wenn nicht genau genug gearbeitet wird).
    Genau in dem Punkt des genauen Entlüftens nach Anleitung gebe ich Fredirossi vollkommen recht.




    Das genaue Entlüften entscheidet über fehlerfreie Funktion des ABS oder nicht.





    Warum ich das jetzt hier schreibe?
    Es verteilen sich viele Gerüchte und Halbwahrheiten ganz schnell im Internet.
    Ich meine, dass die meisten SC59 ABS ohne Probleme funktionieren. PUNKT.



    Bei manchen treten Probleme auf.
    Aber nur von denen liest man im Netz. Von den „Fehlerlosen“ eher selten. Das verzerrt also das wahrgenommene Bild.



    Durch Threads wie diesen entsteht ein - meiner Meinung nach - falsches
    Bild, nämlich dass das ABS der SC59 fehlerhaft sei, sowieso raus muss,
    etc.



    Dem ist meiner Erfahrung nach nicht so. Und das will ich hiermit
    verdeutlichen und GANZ wichtig, niemand beleidigen oder verärgern…..

  • Moinsen, meine ist eine aus Januar 2009.
    Erster "Ausfall" dieses Jahr im Juni während einer heißen Phase von ein paar Tagen, ich komme ganz normal von der Arbeit mit 30 km Landstraße und 3 Ampeln zum Schluss.
    Während der sehr langsamen Bremsphase zum vorfahrenden Auto ging das ABS auf Fehler und die Hebelkraft ohne ABS reichte locker für einen kleinen Schreck-Stoppie, zum Glück nichts passiert.
    Direkt danach warmer Regen und ich konnte mich noch gerade in die Garage retten.


    Die folgenden 2 sehr warmen und schwülen Tage bin ich ohne ABS gefahren - war'n büschen warm für die technische Konfiguration.


    Nach der Abkühlung bisher keine Probleme mehr, funzt wie die 10 Jahre vorher ohne Mucken.


    Letzter BF-Wechsel war im Mai 2018 beim Händler um die Ecke......

  • @Slowmotion : das ist schön für dich, habe selbst leider einige Probleme damit gehabt, und die habe ich mir auch nicht eingebildet.


    Ich habe bestimmt keine ( sepp93 ) "Gerüchte und Halbwahrheiten" verbreitet.

    @fritzdacat
    Du warst hier nicht angesprochen von mir, noch sonst eine Person - eher die Geschichten, die über die Funktionsweise und Aufbau des Systems an sich kursieren.




    Ich hab das System hier:


    ABS Totalausfall


    Post 114


    mal ganz genau beschrieben und die Unterschiede zu den anderen ABS Systemen kurz angerissen.



    Das SC59-System ist ein Brake-by-wire-System.


    Aber nur, wenn es aktiv ist, und zwar ab und bis ca. 6 km/h.


    Darunter ist das ABS NICHT aktiv, also auch nicht die Leistungseinheiten oder Ventileinheiten.
    Deshalb kann es bei ausgeschaltetem Motor/Zündung und unter der Ein-/Abschaltgeschwindigkeit auch nicht arbeiten.
    Ist im Stand / Motor an oder aus der Bremshebel komplett durchzuziehen, dann muss ein anderer Fehler vorliegen (Luft im System ,.....).





    Meiner Meinung nach war und ist das C-ABS schon einen Schritt weiter als die anderen Systeme.
    Warum sage ich das?
    Weil ein Sensor den Bremsdruck am Hebel/Pedal misst, diesen elektronisch umarbeitet und über Leistungseinheiten den Druck im Bremssattel aufbaut.


    Ob der notwendige Bremsdruck nun am Hebel/Pedal abgelesen wird ist eigentlich egal. Woher der elektrische Impuls kommt, Bremsdruck aufzubauen somit auch.
    Sprich, ich glaube das System C-ABS wird im Rahmen des "autonomen Fahrens" sicher weiterentwickelt werden und verbessert.

  • Hey, herzlichen Dank für eure Beiträge, besonders an Sepp93 für die klaren Ausführungen :)
    Damit geht es mir ein schon besser und ich setze mal auf das Prinzip Hoffnung weil die Blade ein tolles Moped ist und einfach ne Menge Spaß macht


    Ich freue mich auf viele weitere Postings...

  • Hey, herzlichen Dank für eure Beiträge, besonders an Sepp93 für die klaren Ausführungen :)
    Damit geht es mir ein schon besser und ich setze mal auf das Prinzip Hoffnung weil die Blade ein tolles Moped ist und einfach ne Menge Spaß macht


    Ich freue mich auf viele weitere Postings...

    Ich sehe ja, dass du etwas positives bewirken willst, wäre aber trotzdem wachsam. Ein Test wäre z.B. sich irgendwo mit laufendem Motor hinzustellen, 10 Minuten zu warten, dann loszufahren und an einer ungefährlichen Stelle die Vorderradbremse leicht zu betätigen. Wenn das ABS ausfällt ist das ja an sich nichts so schrecklices , aber es ist eben der Moment, in dem man zwar Bremsdruck aber keine Bremswirkung hat, der die Sache so tückisch macht.

  • Meiner Meinung nach war und ist das C-ABS schon einen Schritt weiter als die anderen Systeme.

    Ein System das (selbst unter exotischten Bedingungen) zu einem Totalausfall der Bremse führen kann ist einen Schritt weiter, aber in die falsche Richtung. Es gab und gibt Ausfälle, mit entsprechender Sorgfalt und Wartungsaufwand lässt sich m.M.n. die Wahrscheinlichkeit deutlich senken, ein Restrisiko bleibt. Ich würde so ein Motorrad nicht fahren wollen.
    Das ist nur meine Meinung, ich will niemanden seinen Spaß an som Ding verderben, aber einfach die Augen zumachen und die belegten Ausfälle ignorieren ist eben auch kein pfiffiger Weg.


    Was Honda selber von dem System hält siehst du vielleicht daran was in der SC77 verbaut wurde.

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

  • Meine hat 35000 tkm auf der Uhr.
    Steuergerät 38600-MFL-D04.
    Bisher ist das System einmal ausgefallen (ABS-Leuchte blinkte ) ,aber aufgrund verschlissener Bremsbeläge ,ansonsten überhaupt keine Probleme auch bei Hitze!
    Die Bremsflüssigkeit wird spätestens alle 2 Jahre in Eigenregie gewechselt !

  • wenn nach einer Bremsatake die ABS Leuchte blinkt, ist das auch schon als Problem zu werten?
    Nach Zündungs Neustart war es dann weg.... :thumbdown:
    Gruss

    Es ist nur der Moment (etwa eine halbe Sekunde), in dem man zwar einen Druckpunkt, aber keine Bremswirkung hat, der die Geschichte "etwas" spannend macht.