Gewinde in Ölwanne und Lüfter

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  • rocket schrieb:

    Das Würth Zeug ist super.
    Aber ich denke, für eine Ölablassschraube schon recht aufwändig und teuer.
    Eine Ölablassschraube muss im Grunde nix halten, ausser sich selbst.
    Da tut es so ein Heli allemal, der Aufwand und Kosten sind deutlich geringer.

    Alles da wo es Sinn macht und sich der Aufwand lohnt.
    Nur meine Meinung.
    Seh ich schon auch so.....

    Ju-Kay schrieb:

    @ Michael
    Dir ist schon klar, dass ein Satz (mit einer Gewindegrösse) von Würth 99 € kostet und 1 Ersatzgewinde bei 4 € angesiedelt ist
    Dafür bekomme ich einen kompletten Satz von M5 - M12 einschl. je 25 Einsätze + der Tools (auch wenn es nicht das ORIGINAL ist, es erfüllt bei mir seinen Zweck)
    Sagte ja, gemein teuer. Aber je nachdem um welches Gewinde es geht gibts eben nicht besseres. Und eh ich dann auf Garantie nochmal nen Kopf demontiere oder ne Schraube im Kupplungskorb bei 13.000/min fliegen geht.....

    Wir sind doch beeinander.... schrieb ich doch auch so... für eine einzelne Reparatur einer Ölablassschraube zu teuer. Ich würde erstmal schaun ob Fleisch genug für n größeres "echtes" Gewinde ist. Wenn nicht entweder nach ner Werkstatt suchen die Time-Sert hat, oder meinetwegen n Helicoil verbauen und dann ein Stahlbus drauf.
    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)
  • Ich kann nur empfehlen, nach der Reparatur des Ölwannengewinde ein Stahlbus Ölablassventil zu verwenden. Einmal mit dem richtigen Drehmoment verbaut und man hat Ruhe vor vergriesgnaddelten Gewinden. Ich verwende das an allen Krädern, mit denen ich die letzten Jahre unterwegs war. Hat nie einen Ausfall oder eine Undichtigkeit gegeben. Der Ölwechsel wird zum Kinderspiel.

    Übrigens...das Ölablassgewinde an meiner VTR habe ich durch eine Magnetschraube aus dem Zubehör beschädigt. Diese Magnetschraube hatte weniger Gewindegänge (war also kürzer als die originale Schraube). Die hatte ich leider mit dem gleichen Drehmoment angezogen, wie die originale Ölablassschraube. Gleiches Drehmoment auf viel weniger Kontaktfläche die belastet wird, kommt m.E. nicht so gut. Vielleicht kann ja mal einer der Profischrauber hier was dazu sagen, ob meine Vermutung mit der höheren Flächenbelastung durch weniger Gewindegänge stimmt.
    Honda CBR 1000 RA SC59 ABS (NH-124 achilles black metallic), Honda VTR 1000 F SC36 (NH-1 schwarz/rot), Yamaha Bulldog BT1100 (midnight black)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ramsay ()

  • Ich gebe euch Recht, werde mir auch das "Stahlbus Ölablassventil" anschaffen. nicht das ich auch in die Zwickmühle des defekten Gewindes in der Ölwanne komme.

    Probleme gibt's ja auch meist mit ALU-Guss wie z.B. der Heckrahmen, da sind die Gewinde gar nicht dafür ausgelegt, dass man die Stahl-Schrauben öfters rein und raus schraubt, da schraubt man so lange, bis die Schraube sich ein neuen Weg gesucht hat. Gerade wenn man auch noch mit LOCTITE arbeitet.

    Sehe das Problem aber eher auch an der Qualität des genutzten Werkzeugs, bin selbst ein HARDWARE-Mensch, oftmals kann man schön herausgeputzte Maschinen sehen, aber die Schrauben sehen aus, als wenn sie Beutegut aus dem 1. Weltkrieg gewesen sind.
    :kaffee2:

    Ich würde mich gern mit Ihnen auf geistiger Ebene duellieren, aber wie ich merke sind Sie unbewaffnet.
  • Guten Tag,

    An meiner Ölwanne war eine Haltelasche abgebrochen, habe mir in der Bucht eine Ersatzwanne gekauft, die mich 20 Euro plus VK gekostet hat. Bevor ich ein Helicoil einsetzen würde wäre mir ein Austausch lieber, zumal es nicht so viel Arbeit ist die Wanne auszutauschen. Und man kann mal eben das Sieb in der Wanne reinigen. Eine Wanne wurde vor 2 Wochen für 10 Euro versteigert.
  • Ramsay schrieb:

    Ich kann nur empfehlen, nach der Reparatur des Ölwannengewinde ein Stahlbus Ölablassventil zu verwenden. Einmal mit dem richtigen Drehmoment verbaut und man hat Ruhe vor vergriesgnaddelten Gewinden. Ich verwende das an allen Krädern, mit denen ich die letzten Jahre unterwegs war. Hat nie einen Ausfall oder eine Undichtigkeit gegeben. Der Ölwechsel wird zum Kinderspiel.

    Übrigens...das Ölablassgewinde an meiner VTR habe ich durch eine Magnetschraube aus dem Zubehör beschädigt. Diese Magnetschraube hatte weniger Gewindegänge (war also kürzer als die originale Schraube). Die hatte ich leider mit dem gleichen Drehmoment angezogen, wie die originale Ölablassschraube. Gleiches Drehmoment auf viel weniger Kontaktfläche die belastet wird, kommt m.E. nicht so gut. Vielleicht kann ja mal einer der Profischrauber hier was dazu sagen, ob meine Vermutung mit der höheren Flächenbelastung durch weniger Gewindegänge stimmt.
    bin zwar keine Profischrauber....bzw. leiste mir den Luxus nicht mehr selbst viel zu schrauben....aber ich habe mal Maschinenbau studiert :)

    Grundsätzlich ergibt sich das Anzugsdrehmoment über die Festigkeitsklasse der jeweiligen Schraubverbindung d.h....hast du eine M10 ..mit zb. 8.8...dann sind es ca. 49Nm bei einem Regelgewinde (Stahl).
    Für Feingewinde gelten andere Anzugmomente.
    Ergo....dies gilt unabhängig von der Länge der Schraube...!
    Sie trägt eh nur auf den ersten Flanken( abhängig vom Querschnitt der Verbindung)
    Wenn du zb. Stahl in Aluminium verschraubst ist das Anzugsmoment abhängig von der Festigkeitsklasse der Schraube d.h. hier wird das Anzugsmoment dann entprechend reduziert...da sich hier sonst der Kopf in das Aluminium eindrücken würde...

    Bei der Berechnung der Schrauben....wird u.a. auch die Belastung berücksichtigt bzw. ist ein wichtiger Faktor...zb. ob eine dynamische Belastung gegeben ist...bei einer Ölwanne eher nicht :)

    Unterm Strich kann man da doll viel rechnen...:-)....aber ein Blick in eine Normtabelle reicht da völlig aus...

    Ich denke mal das diese Magnetschraube über eine ausreichende Länge verfügt.....und somit kein Problem darstellen sollte.

    Ich hoffe ich konnte deine Frage hiermit beantworten.....
  • HawkRR schrieb:

    Ergo....dies gilt unabhängig von der Länge der Schraube...!
    Sie trägt eh nur auf den ersten Flanken( abhängig vom Querschnitt der Verbindung)
    Grins... mein lieber Ingenieurs-Kollege, so ganz hast du das aber nimmer in Erinnerung.

    Die Einschraubtiefe spielt erst dann keine Rolle mehr wenn ein Mindestmaß erreicht wird, sonst muss das Drehmoment reduziert werden.
    Bei Stahl ist das 0,8xD z.B. bei Muttern, in Alu rechnet man normalerweise 1,5xD.

    Von daher ist das was Ramsay passiert ist absolut plausibel falls die Zubehörschraube im Gewinde tatsächlich zu kurz war.
    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)
  • Dr.Fireblade schrieb:

    HawkRR schrieb:

    Ergo....dies gilt unabhängig von der Länge der Schraube...!
    Sie trägt eh nur auf den ersten Flanken( abhängig vom Querschnitt der Verbindung)
    Grins... mein lieber Ingenieurs-Kollege, so ganz hast du das aber nimmer in Erinnerung.
    Die Einschraubtiefe spielt erst dann keine Rolle mehr wenn ein Mindestmaß erreicht wird, sonst muss das Drehmoment reduziert werden.
    Bei Stahl ist das 0,8xD z.B. bei Muttern, in Alu rechnet man normalerweise 1,5xD.

    Von daher ist das was Ramsay passiert ist absolut plausibel falls die Zubehörschraube im Gewinde tatsächlich zu kurz war.
    Lieber Ing. Kollege.....zu meiner Schande muss ich gestehen....das du da vollkommen Recht hast ! :)
    Jetzt bin ich auch wieder ein Stückweit mehr im Thema :thumbsup: