In der Familie gibt es seit einigen Monaten die neue 600RR.
Eigentlich sollten keine Probleme zu erwarten seien, da es sich ja nicht um eine Neuentwicklung handelt, sondern eigentlich nur um die Aktualisierung des Vorgängers unter Hinzunahme der Assistenzsysteme.
Aber denkste...
Im Internet häufen sich Berichte zu hohem Ölverbrauch. Von mehr als einem Liter auf 1000KM ist da die Rede.
Tatsächlich ist es nun so, dass "unsere" seit der 1000er Inspektion nun ca. 2800KM gelaufen hat und bereits 700ml Öl nachgefüllt werden mussten (Schauglas war beinahe komplett leer).
Rechnerisch sicher noch im Rahmen der Toleranz, aber für eine Honda ungewöhnlich.
Es erinnerte mich sofort an mein damaliges Erlebnis mit der ersten SC82.
Die Rückmeldung von Honda hierzu ist ebenfalls identisch. Es gibt keine kompletten Motoren, sondern nur Einzelteile.
Honda weist die betroffenen Kunden (auch uns) an, erstmal bis max. aufzufüllen und genau zu dokumentieren, wie lange es dauert, bis sich erneuter Verbrauch zeigt. Dann ab in die Werkstatt, wo erneut komplett aufgefüllt und dokumentiert wird. Zeigt sich dann, dass es außerhalb der Toleranzen ist, fängt die lustige Tauscherei an.
Bei meiner SC82 wurde damals zuerst der Zylinderkopf getauscht. Dann begann die Katastrophe, weil offenbar Anzugsmomente falsch waren und die Nockenwellenverschraubung abriss.
Man kann nur hoffen, dass bei der 600RR nicht auch solche Alpträume produziert werden, in denen monatelang in den Werkstätten gerätselt, getauscht und gepfuscht wird.
Schade, dass Honda gerade bei den Supersportlern Probleme bei der Herstellung entwickelt hat. Liegt es am Preiskampf? Oder womöglich daran, dass man den 600RR-Käufern erzählt, Einfahren in den ersten 1000KM ohne jede Zurückhaltung, nur möglichst nicht über 12000RPM?
Ich werde das weiter beobachten...