Fahrwerkseinstellungen an der SP

  • Hallo zusammen,

    Fahrwerk und die richtige Einstellung ist ja immer so ne Sache. Auf der Straße ist es schon nicht ganz einfach das Optimum zu finden aber auf der Rennstrecke?! Straße finde ich persönlich den A-Modus ja recht gut abgestimmt. Auf der Renne möchte ich aber immer die selbe Einstellung vorfinden und nehme daher M.

    Was habt Ihr denn so für Einstellungen herausgefahren? Auf welcher Strecke? Welcher Reifen und mit welchem Gesamtgewicht?


    CBR1000RR MULTI INFORMATION DISPLAY SIMULATOR

    Ich musste zB. in Most auf V02 noch weicher gehen als hier im Beispiel die M3, da der Reifen auf beiden Seiten aufriss. Ok, Fahrwerk fürde mit härteren Federn ausgestattet bei meinem Systemgewicht von 115-120 Kg.

    Grüße
    Rainer

  • Kraftrad 9. Juli 2025 um 17:05

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Zitat

    Ich musste zB. in Most auf V02 noch weicher gehen als hier im Beispiel die M3, da der Reifen auf beiden Seiten aufriss.

    War das Zufällig nen V02 Vorderreifen in Soft?

    Und fahren Sie recht hart übers Vorderrad?


    Wenn ja, ist nicht unüblich das er aufreißt.

    Hatte mein Bruder auch.



    Wechsel auf Dunlop KR in Mix 343, bzw. Conti Slick in Medium, und das Thema war durch.


    Das M3 bei 120 KG noch zu hart sein soll, kann ich mir kaum vorstellen.

    Es sei denn die 24er ist nochmals DEUTLICH härter als die 20/21er.

    I`m not in the condition to fu**!

  • Ich habe das Gefühl, dass der V02F immer mehr Strecken nicht mag. Brünn war eine Katastrophe...


    Auf was habt ihr denn Front und Rear Rebound?

    Die hatte ich in original bei ca. 80% (mit anderen Gabelfedern, FB original). Compression bei 60%.

    Hat in Oschersleben auf gebrauchten BS Mediums ganz gut gepasst.

    Wenn ich damit aber nach Brünn gefahren wäre, hätte ich den Reb. vermutlich noch auf 95% hoch getippt ^^

    Hatte das FW aber vorher anpassen lassen und bin jetzt happy. Federraten noch höher und Anpassung der Shimpakete.


    Bin aber auch noch nicht so tief im Fahrwerksthema drin. Wenn ich Probleme habe, melde ich mich bei meinem Fahrwerksexperten des Vertrauens ^^

    Einmal editiert, zuletzt von Kevbike (10. Juli 2025 um 07:23)

  • Also es wundert mich schon ein wenig, dass du den Bridgestone Vorderreifen auf der SC 82 fährst und damit klarkommst. Ich hatte damit immer ein ungutes Gefühl, weil der softe Mischung sehr stark verschliss und aufgerissen ist. (Genau wie das Bild von Thomsen) Bei mir hatte das softe Vorderrad gerade 5-6 Turns gehalten, die Medium Mischung war besser, aber hielt vielleicht 8-10 Turns. Bin aber von Bridgestone und Metzeler mittlerweile abgekommen. Da beide recht ähnliche Eigenschaften haben.

    Ich hatte vor zwei Jahren das Glück in Pannonia mit Michelin einige Tests durchzuführen. Fahre seitdem nur noch Michelin Performance Medium. Die softe Mischung hat eine zu weiche Karkasse, bei dem mir das gute Feeling fehlt, weil die Front ein wenig "Eigenleben" besitzt.

    Zur Michelin Medium Mischung: die Funktioniert richtig gut, meiner Meinung nach, besserer Gripp und besseres Handling als der V02. Die Laufleistung ist wesentlich besser als allen Bridgestone Slicks. Da die Blade mit dem Seriensetup stark übers Vorderrad schiebt, lasse ich den Vorderreifen maximal 120-140 Runden drauf. Kommt dabei etwas auf die Rundenlänge an. Optisch ist er danach aber auch verschlissen. Man sieht, dass recht viel Gummi zu Flanke hin geschoben wurde.

    In der Regel fahre ich als Hinterreifen den Michelin Performace Medium, oder 24H. Aber auch mal Bridgestone V02 R in Medium. Die Haltbarkeit der Hinterreifen hängt stark von den Rundenzeiten ab.

    Leider kann ich meine Fahrwerkseinstellungen heute nicht ablesen, weil meine Blade und die Dokumentation dazu, sich jetzt im Anhänger befinden, ich fahre morgen nach Mirecourt. Ich melde mich dann nächste Woche diesbezüglich nochmals.

    Ich habe bisher einige Einstellungen probiert. Deswegen habe ich für jede Strecke eine etwas andere Fahrwerkseinstellung.

    Eine recht schnelle Strecke wie Dijon erfordert bei mir eine ganz andere Einstellung wie Most, Chenevieres oder gar Chambley. Bei den letzten beiden Strecken brauchst keine Hochgeschwindigkeitsstabilität, dafür aber Handling ohne Ende.

    Ich finde aber auch die beiden A Einstellungen wie: Track oder Sport, auf der Strecke nicht so schlecht.

    Mein Gewicht mit Kombi ca. 85 Kg.


    Bridgestone V02 Medium nach ca. 70 Runden Michelin Performance Slick Medium nach ca. 120 Runden


    Gruß Manfred

  • Ist schon eigenartig. Ich hatte hinten noch nie Probleme und kann die Markierungen komplett wegfahren. Erst dann bremst mich die TC so ein, dass es keinen Spaß mehr macht.

    Problem war, dass durch die härtere Feder und der recht harten Track-Einstellung in A, der Reifen die Dämpfung übernehmen musste. Nachdem ich dann alles extrem weich stellte, lag das Bike mega gut und der Gummi erholte sich.

  • Vielleicht mal meine bisherige Erfahrungen zum Thema SC82 SP.

    Ich habe vorher eine 2020er SP auf der Rennstrecke gefahren und bin dieses Jahr auf eine 2024er SP umgestiegen.

    Aufgrund meiner noch kurzen "Motorradkarriere" bin ich bisher nur einen Slick gefahren und zwar (immer) den Metzeler Racetec Slick (Vorn K1 und hinten K2) gefahren. Luftdruck Warm/ Heiß Vorn 2,4-2,5 und und hinten 1,7-1,8.

    Beim Gewicht liege ich mit dem kompletten Klimbim zwischen 95 und 100kg.


    Gefahren bin ich bisher ausschließlich im A-Modus und damit habe ich auch entsprechend viel rumexperimentiert. Tut alles was soll und in meinem Fahrlevel bisher absolut ausreichend.

    Was mich beim A-Modus bleiben lässt sind die Funktionen von Brems- und Beschleunigungssupport. Das ist wirklich ein Feature was für mich Sicherheit bringt.

    Auch die Mid Cornerfunktion mit der ich die letzten beiden Male Hockenheim rumexpermentiert habe finde ich super.

    Generell kann ich für mich sagen, dass der Unterschied zwischen dem 2020er und 2024er Modell in Sachen Fahrwerk ein deutlicher Sprung ist, vermutlich trägt hier auch etwas angepasste Aerodynamik bei.


    Federvorspannung habe ich zuerst nach dem Guide im Cockpit eingestellt und musste aufgrund von fehlendem Restfederweg +2,5 Umdrehungen bereits zugeben. Hier würde ich gern so 8-12mm Rest sehen wollen. Da wäre mir etwas wohler.


    In den letzten beiden Wochen konnte ich zwei mal Hockenheim fahren und werde dort auch etwas schneller allerdings bin ich jetzt nach jedem Turn vorn voll auf Block gekommen . Die Einstellungen habe ich zu Testzwecken im A-Modus vorn und hinten auf Max. (5) gestellt ebenso den Brake Support auf Max. Ich wollte mit diesen zwei Anpassungen vermeiden, dass beim anbremsen auf die Spitzkehre die Fuhre direkt von oben nach unten im Federweg durchrauscht gebracht hat das leider nichts.

    Ich fahre den zweiten ABS Modus (Track) im 24er Modell mit der Lift Control.


    Die Frage die ich mir stelle ist, wie ich jetzt weiter vorgehen sollte.

    Weiter die Federvorspannung zudrehen (mit Front-/Back, Brake jeweils auf Max).... bis ein Restfederweg stehen bleibt... oder nicht?

    Federvorspannung zudrehen und besser Front / Back des A-Modus wieder weicher stellen?

    Mit der Federvorspannung erhöhe ich ja nicht die Härte stelle aber das Motorrad vorn tiefer geht das bis ins Max. oder muss ich hinten auch nachstellen?


    Ab wann wird es Zeit die Gabel anzupassen bzw. die Grundhärte zu erhöhen?

  • Härte geht nur über Federrate..

    Bei Deinem Gewicht und wenn Du schneller wirst, wird wohl eine Anpassung erforderlich sein. Keine Vorspannung oder Dämpfung kann die Federrate beeinflussen.

  • Danke für dein Feedback. Ich habe es fast befürchtet und hätte nicht gedacht das es so schnell nötig wird.


    Bin kommende Woche in Brünn und schau mir mal an wie es da aussieht.

    In welchem Preisrahmen liegt man da eigentlich inkl. Montage damit ich mal ne grobe Hausnummer habe?
    Gibt es Händlerempfehlungen?

  • Du kannst mal SBKTech vom Meindl schauen, der hat Preise online stehen.

    Machen kann das jeder, der Öhlinspartner ist...

    SBKTech, Holzhauer, Racespare (Steve Jenkner), MCA und andere... Du solltest einen suchen der die SC82 kennt..

  • Hier sind meine Erfahrungen bezüglich der Einstellung des Fahrwerks. Ich will es mal zusammenfassen.

    Wenn ich im A-Modus gefahren bin, habe ich unter Track die Werte für die Front und das Heck reduziert. Beide auf -2/-3. Die Werte Brake und Accelerating ebenfalls auf -2. Für mich war die Gabel weicher, womit ich mehr Gefühl für die Front hatte und es kam kaum zum stempeln des Vorderrades beim Bremsen auf Bodenwellen.

    Die Einstellung der Corner Funktion, brachte das Heck etwas in die Höhe. Dies habe ich auf sehr winkeligen Strecken wie Chenevieres, Chambley, Bresse und Ales benutzt. Auf Strecken wie Brün, Most, Dijon oder Panonnia, war mir das Heck zu unruhig. Die Werkseinstellungen in A- Modus sind recht straff und auf Kursen mit Bodenwellen meiner Meinung nach nicht zu gebrauchen. Der Kabelbinder an der Gabel, war immer noch gute 40 mm vom Gabelfuss entfernt. Womit ich recht viel Federweg verschenkt habe.

    Für den Modus Sport waren die Einstellungen so ähnlich, da habe ich kaum Unterschiede gemerkt.

    Im M-Modus habe ich vorrangig mit der M2 Stufe gearbeitet. Die Einstellungen für FR/RR COMP und FR/RR REB habe ich nach und nach reduziert oder erhöht. Die Erhöhung war mir zu straff, weshalb ich die Reduktion in kleinen Schritten durchgegangen bin.

    Die beste Einstellung für meinen Fahrstill mit 85 Kg und Michelin Power Performace Slick Meduim Vorderreifen, war eine Absenkung auf 20-25%. Das Heck auf 45-50% bei normalen Temperaturen von ca. 20°. Bei Temperaturen von 40° hatte ich die Stufen etwas um 5-10% erhöht.

    Mir war es wichtig, den Federweg zu nutzen und kein springen der Gabel beim harten anbremsen auf Bodenwellen zu haben.

    Herausforderung war z.B. in Mirecourt vor der ersten Kehre nach dem Flick/Flack mittig die Kurve anzubremsen um auf der 1000er Linie zu bleiben und das Springen des Vorderrades zu vermeiden. Das hat aber gedauert.

    Als Hinterreifen fahre ich meistens Medium Mischungen. Entweder Bridgestone, Michelin, Metzeler und Pirelli. Wobei sie alle mir kaum Probleme bereiten. Sie fahren sich recht gleichmäßig ab, natürlich ist es Unterschiede vom rechts,- zum Linkskurs. Im Rennen auch mal einen Bridgestone NS X/C 3LC extra/soft.

    Aber auch dieser Reifen machte keine Probleme.

    Dunlop Slicks habe ich noch nicht getestet, das die Größe und oder besser gesagt der Umfang zu meiner Code Factory Elektronik nicht passt. Dunlop Vorderreifen 120/80 und 200/70 Hinterreifen auf der einen Seite, auf der anderen dann 120/70 und 200/55. Aber vielleicht geht es ja mittlerweile.

    Ich werde kommenden Winter einige Änderungen vornehmen unter anderem, meinen Kat. rauswerfen, weil mir jetzt bekannt ist, das die Lautstärke mit einem offenem Krümmer und dem TD Endtop nicht so stark zunimmt, das ich Probleme bekäme.

    Grüße Manfred


    Hier mal ein Bild vom Hinterrad nach 7 oder 8 Turns.

    2 Mal editiert, zuletzt von Mani69 (15. Juli 2025 um 22:18)

  • Der Kabelbinder an der Gabel, war immer noch gute 40 mm vom Gabelfuss entfernt. Womit ich recht viel Federweg verschenkt habe.

    Ich meine der Federweg ist 125mm und das Rohr was man im ausgefederten Zustand sieht ist um die 160mm (wenn ich mich recht erinnere). Das würde bedeuten, dass das Ende des Federwegs ca. 35mm vom Beginn des silbernen Gabelfuß ist. Wenn du also noch gute 40mm entfernt bis dann dürfte da nicht mehr viel bis gar kein Federweg mehr vorhanden sein.

  • Ich meine der Federweg ist 125mm und das Rohr was man im ausgefederten Zustand sieht ist um die 160mm (wenn ich mich recht erinnere). Das würde bedeuten, dass das Ende des Federwegs ca. 35mm vom Beginn des silbernen Gabelfuß ist. Wenn du also noch gute 40mm entfernt bis dann dürfte da nicht mehr viel bis gar kein Federweg mehr vorhanden sein.

    Es war mir trotzdem vom Gefühl her zu straff und 20mm mehr Federweg wären noch durchaus nutzbar gewesen. Jetzt passt es und die Reifenlaufbilder passen auch. Die Fahrwerkseinstellung ist das eine, dein Feeling ist aber das andere.

  • Ja das passt. Ohne Cartridge ist der "Anschlag" bei ca. 40mm vom Gabelfuss.

    Dann bin ich da nicht ganz falsch unterwegs da ich mir zu Beginn das Ende ebenfalls mit nem Kabelbinder „markiert“ hatte. Sonst hätte ich bei mir auch nicht sofort gesehen das wohl das Ende des Federwegs erreicht ist.

    Ich komme eher aus dem Auto Bereich daher versuche ich mal ein wenig zu übertragen. Sollte es beim Motorrad anders sein sollte bitte direkt berichtigen.
    Das Gefühl das es zu hart ist könnte auch den Ursprung haben das man durch den kompletten Federweg durchrauscht und auf den Bump Stop aufschlägt. Dann muss der Reifen die Dämpfung übernehmen.
    Wenn es zu weich wird verringert man ggfs. während diversen Fahrsituationen den Gesamtfederweg die Gabel nicht schnell genug wieder in die Ursprungsstellung zurückkommt.