Lenker schief

  • Hatte letzten Herbst einen Unfall mit der SC33, nachdem ein linksabbiegender Taxifahrer schlief.
    Das Krad rutschte über Gras, kam mit vollem Lenkeinschlag zum Liegen.

    Hatte dann das Vorderrad ausgebaut und an der Gabel keinen Verzug gesehen.
    Nun zum Saisonstart alles komplettiert, und ich finde den Lenker bei Geradestellung des Rades ~10° verdreht :/
    Siehe erstes Foto.

    Darauf die Gabel entfernt, mit Verdacht verzogener Standrohre - aber die haben kein Mü Schlag, perfekt gerade.
    Auch Rad-Radachse-Achsaufnahmen stehen genau rechtwinklig - siehe zweites Foto.

    Aehm, was ist denn da nun verzogen?
    Lenkkopflager im Sitz?
    Gabelbrücke?
    Tauchrohre am Übergang zu den Achs- und Bremsträgern?
    Oder ....?

  • Ist der Pin von dem Lenker der in die Gabelbrücke von unten steckt eventuell abgebrochen durch den Sturz, wenn ja dann hat sich der Lenker an sich einfach verstellt

    Obwohl wenn man das Bild so sieht dann ist die ganze Brücke im Verhältnis zum Rad schief

  • Richtig die ganze obere Gabelbrücke ist schief im Verhältnis zum Vorderrad (und -Achse, -Aufnahme).
    Die beiden Pins oben sind einwandfrei.
    Ich hatte gestern alle Klemmungen gelöst, und versucht, das auszurichten - vergeblich.

    Ob die untere Gabelbrücke verzogen ist?
    Aus Stahlguss, daher hätte ich gedacht, dass sich eher ein Standrohr verzieht.
    Aber man lernt ja nie aus.

  • Ist der Pin von dem Lenker der in die Gabelbrücke von unten steckt eventuell abgebrochen durch den Sturz, wenn ja dann hat sich der Lenker an sich einfach verstellt

    Obwohl wenn man das Bild so sieht dann ist die ganze Brücke im Verhältnis zum Rad schief

    Da ist alles schief.

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

    Vorsicht!

    Das lesen meiner Beitraege erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Gefahr!

    Sollte jemand zu Schaden kommen übernehme ich keine Haftung!

    Ach so, : „Wenn du Gott siehst, dann musst du bremsen“

  • Es kann folgendes sein:


    1. die Gabelbrücken sind zueinander verdreht => Schaftmutter und Klemmungen lösen, ausrichten und wieder festziehen (auf die Festigkeit der Klemmungen achten, nicht zu fest und besser unter dem genannten Drehmoment im WHB bleiben, gab es hier schon ein paar mal, zu fest gibt Macken in den Rohren)


    2. die Gabelbrücken sind ineinander verbogen an den den Klemmungen => ausbauen und zu einem Richtservice geben (hatte ich schonmal, danach war die Brücke wieder tadellos)


    Wenn die Standrohre "gerade" sind und in die verdrehten Gabelbrücken leicht rein gehen ist wohl eher der 2. Fall eingetreten.

  • utiltiy Richtig, die untere Gabelbrücke ist verzogen, also 2.

    Habe mal die Beine anders herum eingesteckt, damit man das besser sieht > Foto.

    Richtservice gibt es in meiner Stadt nicht (mehr), ich sehe da ein Online-Angebot (enten-bikes), dort soll die ganze Gabel eingeschickt werden, also vermutlich erfolgt das Richten über den langen Hebel der Standrohre.

    Mal schauen was ich mit Hausmitteln erreiche.

  • Ok, die Alternative ist ja eine gebrauchte Gabelbrücke.


    Für den Verzug ist erstmal die untere Brücke zuständig, die ist aus Stahl und kann wirksam gerichtet werden.

    Die Jochs der oberen Brücke - aus Alu - können die Gabel nicht (allein) verdrehen und werden ggf. beim Anziehen gerichtet, wenn der Verzug überschaubar ist.

  • Bei meiner eingeschickten waren sowohl oben als auch unten Korrekturen nötig, wenn Du das selbst beurteilen und vermessen kannst spricht ja nix dagegen, eine gebrauchte wollte ich nicht weil da ja auch was nicht passen könnte.


    Die Aussage:

    Die Jochs der oberen Brücke - aus Alu - können die Gabel nicht (allein) verdrehen und werden ggf. beim Anziehen gerichtet, wenn der Verzug überschaubar ist.

    richten per anziehen... na toll... :thumbup:

  • utiltiy Richtig, die untere Gabelbrücke ist verzogen, also 2.

    Habe mal die Beine anders herum eingesteckt, damit man das besser sieht > Foto.

    Richtservice gibt es in meiner Stadt nicht (mehr), ich sehe da ein Online-Angebot (enten-bikes), dort soll die ganze Gabel eingeschickt werden, also vermutlich erfolgt das Richten über den langen Hebel der Standrohre.

    Mal schauen was ich mit Hausmitteln erreiche.

    Ganz sicher erfolgt das richten nicht über die standrohre.. jedenfalls nicht in einem halbwegs seriösem Betrieb.

    Jage nichts, was du nicht Töten kannst!

    Übrigens, falls du das lesen kannst...habe ich dich nicht geblockt ;) :fadenkreuz:

  • Man kann sie dann auch wieder richten .. bietet der oben verlinkte Betrieb doch an. ;)


    Ansonsten, wie ist denn das Schadensbild enstanden?
    Offenbar ist doch die Festigkeit (/Biegesteifigkeit) der Standrohre höher als jene der Gabelbrücke.
    Überraschend, von anderen Bikes kenne ich verbogene Standrohre als "Soll-Biegestelle", also schwächstes Glied.
    Daraus folgt für die SC33: Standrohre sind durchaus geeignet, eine Gabelbrücke zu richten.

    Einmal editiert, zuletzt von beb44 (26. März 2026 um 13:17)

  • Man kann sie dann auch wieder richten .. bietet der oben verlinkte Betrieb doch an. ;)


    Ansonsten, wie ist denn das Schadensbild enstanden?
    Offenbar ist doch die Festigkeit (/Biegesteifigkeit) der Standrohre höher als jene der Gabelbrücke.
    Überraschend, von anderen Bikes kenne ich verbogene Standrohre als "Soll-Biegestelle", also schwächstes Glied.
    Daraus folgt für die SC33: Standrohre sind durchaus geeignet, eine Gabelbrücke zu richten.

    Bist du eigentlich komplett bescheuert?

    Jage nichts, was du nicht Töten kannst!

    Übrigens, falls du das lesen kannst...habe ich dich nicht geblockt ;) :fadenkreuz:

  • Nu lasst ihn doch sein Selbstgereimtes in die Tat umsetzen.

    Nachdem er doch über Messmöglichkeiten für 1/1000mm

    kein Mü Schlag

    verfügt, was kann da schon schiefgehen. Notfalls bleibt ja auch noch die Lötlampe die sich schon an den Gabelfedern bewährt hat.....

    Nett wie ich so bin, hier gern noch n Vorschlag für den Richtaufbau:

    Möglichst nicht mehr als 10-20x hin- und herbiegen.... auch wenn Stahl ja bekanntlich weder durch erhitzen noch durch biegen zu Knäckebrot wird.


    Achso... für alle anderen die das zufällig lesen:

    Das ist alles reiner Spott.

    Das Bild zeigt nur wie man mit Bastlermitteln einen Verzug einigermaßen zuverlässig MESSEN kann.

    Und dass Stahl auf mehrfaches biegen, besonders über die Nulllinie hinaus, mit Gefügeänderung reagiert (auf erhitzen natürlich erst recht) sollte auch jedem klar sein.

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

    Einmal editiert, zuletzt von Dr.Fireblade (27. März 2026 um 07:33)

  • Das richtige Kürzen von Gabelfedern hatte der Doktor ja früher selbst erklärt :S
    Danke nochmal dafür - an den Dr. von früher.

    Zur Messung von Standrohren sagt Google, zurecht:
    "Zur Messung des Verzugs (Biegung) von Motorrad-Gabelstandrohren .. auf einer Richtplatte mit Prismenblöcken und einer Messuhr.
    Das Rohr wird in die Prismen gelegt und gedreht, während die Messuhr die Abweichung in der Mitte anzeigt."

    Statt mit Prismen habe ich das Tauchrohr fixiert und das Standrohr darin gedreht, wie hier (Bildlink).
    Was der Messschieber da auf deinem Bild macht .. mysteriös ..

    Und wer hier mit 1/1000 ankommt, sollte folgerichtig nur noch ruhig schlafen, wenn alle Forenbrüder ihm bestätigen, dass sie ihre Fireblade Gabel und -Brücken professionell Vermessen liessen. Denn - wie der Thread zeigt - Kräfte unterhalb der Kaltverformung können einen Schiefstand bewirken.

    Ach so, die meisten fahren hier gar keine Fireblade mehr .. ja dann ist es natürlich egal ..

    3 Mal editiert, zuletzt von beb44 (27. März 2026 um 13:04)

  • Und wer hier mit 1/1000 ankommt, sollte folgerichtig nur noch ruhig schlafen, wenn alle Forenbrüder ihm bestätigen, dass

    Aber damit bist doch du selber angekommen ;(:S:?:

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

    Vorsicht!

    Das lesen meiner Beitraege erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Gefahr!

    Sollte jemand zu Schaden kommen übernehme ich keine Haftung!

    Ach so, : „Wenn du Gott siehst, dann musst du bremsen“

  • "Kein MÜ" ist umgangssprachlich für "kein messbarer Schlag".

    Ansonsten, die Nadel der Messuhr bewegt sich durchaus auch bei 1/1000 Schlag.

  • beb44 Nimm es doch nicht alles so persönlich, es ist nicht immer alles so gemeint, wie es auffasst wird. Bisher ging es doch noch sehr ruhig zu, es wurde keiner beleidigend und daran solltest du dich auch halten, da fängt die wirkliche Größe eines jeden an.

    Klar hast du die Schnauze erst einmal gestrichen voll, würde mir auch so gehen aber du hast derzeit noch den Vorteil, das das Wetter noch ordentlich kalt ist, es auch noch Ersatzteile zu kaufen gibt, du die Gabelbrücke/Gabelbrücken professionell richten lässt oder du halt Hand anlegst und dein Glück selber versuchst, irgendeine Möglichkeit wird dich sicher zum Erfolg bringen.

    Bei der Variante des selber Hand anlegen, bedenke aber auch, das der Verzug durch eine kurze ordentliche Krafteinwirkung zu Stande gekommen ist. Solltest du wirklich der Meinung sein, das du mit deinem Standrohr dieses ebenso in die entsprechend andere Richtung wieder in die originale Position zu bekommen, besorg dir ein neues Standrohr, das wird dabei sehr wahrscheinlich versagen oder zumindest einen ordentlichen Abdruck erhalten, falls es nicht sogar komplett abknickt dabei.

    Somit fängt dann schon die ganze Rechnerei der entstehenden Kosten an, also genau hinschauen was für dich die beste Variante ist.

    Wegen dem Bild vom Michael, die Platte ist ja klar, so siehst du den Verzug direkt an den Standrohren, wobei dieses nur in eine Richtung gemessen werden kann und dann kommt der Messschieber noch mit dazu, um zu sehen/messen, ob der Verzug nicht doch noch in eine 2. Richtung hinausläuft.

    Was du für dich auch klären musst, wie spannst du die untere Gabelbrücke beim Richten, ohne das sich die Gabelbrücke dabei in sich selbst verdrehen kann bzw. auch das Joch noch in der richtigen Position stehen bleibt.

    Du darfst das sehr gerne Versuchen ,, Versuch mach kluch ,, aber ärger dich nicht zu sehr wenn es trotz gutem Willen einfach nicht so wird, wie du es dir wünschen würdest.

  • Im Tauchrohr gedreht, you made my day.

    Ein Standrohr hat im Neuzustand mind. 1/10mm Laufspiel im Tauchrohr.... das geht auch gar nicht anders. Was mit dem Laufspiel über die Zeit passiert und wie gleichmässig die Gleitbuchsen dabei verschleissen... .na da kommt man sicher selber drauf

    1/1000stel Millimeter....:lol:

    Was der Messschieber da auf deinem Bild macht .. mysteriös ..

    Na schon klar dass dus nich begreifst..... Die Richtplatte am Ende prüft ob die Rohre verdreht sind, mit dem Messschieber kann man feststellen ob sie auch paralell sind.

    Klappt natürlich auch nur wenn die Standrohre gerade sind (sind sie selbst im Neuzustand seltenst, 2-4/100 sind üblich, Verschleißmaß ist 2/10mm, soviel mal zu nicht messbar).

    Ergo muss man zuerst die Standrohre vermessen und dann so ausrichten dass der jeweilige Schlag der Rohre die Messung nicht verfälscht oder es bei den gemessenen Werten berücksichtigen.

    Aber das ist natürlich nur die Vorgehensweise von Fachleuten.... bin ja ehrlich gespannt welche selbstgereimte Methode du uns präsentieren wirst......die Nummer mit im Tauchrohr drehen ist schon mal vielversprechend.....

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

  • beb44 .. es wurde keiner beleidigend und daran solltest du dich auch halten, da fängt die wirkliche Größe eines jeden an.

    "Bist du eigentlich komplett bescheuert?" (sturzflug) - ist kein Versuch zu beleidigen?
    Und danke, ich brauche da keine guten Ratschläge.
    Simple Regel in allen (/online) Debatten: An der Sache orientieren, nicht an Personen.
    Was einigen Teilnehmern dieses Threads offenbar schwer fällt.
    Wie wär's, wenn du denen mal zuerst gute Ratschläge gibst?

    Klar hast du die Schnauze erst einmal gestrichen voll,

    Nein. Warum?

    Was du für dich auch klären musst, wie spannst du die untere Gabelbrücke beim Richten,

    Woran ist denn die Gabelbrücke zum Rahmen hin abgestützt?
    (Smiley-mit-drehender-Kurbel)

    Versuch mach kluch ,, aber ärger dich nicht zu sehr ...

    Mein Lenker-Gabel-Rad sind jetzt wieder in der Flucht.
    Und die Standrohre haben so wenig Schlag wie vorher, und wie sie (vermutlich) aus dem Werk kamen.


    @ Dr.Fireblade - Du argumentierst so als ob jede Kraft eine Verformung des Bauteils - hier Standrohr - bewirkte.
    Das ist - zum Glück für den Fahrzeugbau - nicht der Fall: Was unter der Streckgrenze bleibt, hat keine bleibende Wirkung.
    Beim Unfall hat die Krafteinwirkung auf die Standrohre offenbar diese Grenze nicht überwunden.
    Ebenso jetzt beim Richten der unteren Gabelbrücke.
    Okay?

    3 Mal editiert, zuletzt von beb44 (27. März 2026 um 16:03)