SC 28 springt warm nicht an

  • Hallo die Runde.
    Ich bräuchte mal einen "Ideengeber" und hoffe auf Euren großen Erfahrungsschatz - ich bin mit meinem Latein am Ende.
    Kurze Vorstellung: Sc28 Bj. 95 seit 28 Jahren in meinem Besitz; 65 TKm; nie was gewesen außer Ölwechsel, Bremsflüssigkeit und ab und zu mal `ne neue Batterie. Ach ja, da war noch was mit Reifen...
    Jetzt macht mein Schatz aber Zicken und zwar will sie nicht immer, aber öfters mal nach einem kurzen Stop (Pinkelpause/ tanken) nicht mehr anspringen. Der Anlasser dreht, aber sie hustet nicht mal. Zündung wieder aus, 10 - 20 Sekunden später noch mal gedrückt und sie springt tadellos an. Manchmal aber auch erst bei der zweiten oder dritten Prozedur. Nur wird dann die Batterie immer schwächer und das macht mir Sorgen.
    Für mich ausgeschlossen habe ich schon Sprit/Vergaser; Zündkerzen/Zündspule, Killschalter. Was bleibt noch übrig ??? :/

    Falls jemand Hilfe weiß - schonmal Dank im Voraus.

  • Beitrag von dunlop (20. August 2026 um 16:46)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Egal (20. August 2026 um 16:48).
  • ...ist Dir das aufgefallen bei den sehr hohen Temperaturen, die diesen Sommer vorkommen? Bei sehr heissen Tagen kenne ich das auch: vermutlich Dampfblasenbildung am Vergaser...

  • Den Zusammenhang mit den Temperaturen dieses Jahr hatte ich bisher noch nicht auf dem Schirm,

    so extrem waren sie ja auch nicht im Harz aber danke für die Anregung.

    Wie Du das mit den Dampfblasen meinst ist mir aber nicht ganz klar - sollen die den stehenden Sprit aus den Schwimmerkammern rausdrücken und wenn ja - wohin ??

    Bisher dachte ich Dampfblasen entstehen nur in den Zuleitungen und das würde einen Ausfall während der Fahrt bewirken...

  • Hr.Richter Du kannst ja auch einfach nur starten und gibst nebenbei etwas Gas, nur so als wolltest du einen kleinen Gasstoß geben, so umgehe ich das bei meiner, die mag auch nicht immer anspringen wollen wenn sie nur für eine gewisse Zeit gestanden hat.

    So sind se, die Alten. :)

  • Hab ich auch schon versucht > von bißchen Gas bis Vollgas - kein Effekt, nicht mal hüsteln und `ne halbe Minute später als wäre nichts gewesen (die lacht mich doch aus :P)...

    aber Danke für die Beteiligung

  • Wie zieht der Anlasser denn durch, könnte auch sein das die Batterie müde wird.

    Jage nichts, was du nicht Töten kannst!

    Übrigens, falls du das lesen kannst...habe ich dich nicht geblockt ;) :fadenkreuz:

  • Der dreht ganz normal, nur eben die Zündung fehlt. Beim dritten oder vierten Versuch (wenn es bis dahin nichts gebracht hat) wird es aber langsam müde und das macht mir eben Sorgen, weil dann wird`s wohl nichts mehr.

  • weil ja eben noch reichlich Sprit in den Schwimmerkammern steht (lief ja bis zum ausschalten problemlos) und die Düsen verdrecken ja bestimmt nicht innerhalb kurzer Zeit im Stand.

    Wenn ich da falsch liegen sollte berichtigt mich bitte.

  • Die Batteriespannung wuerde ich pruefen. Messen waehrend der Anlasser dreht. Kann ja sein dass die zu doll zusammensackt wie sturzflug schon sagte und die CDI nicht genug Strom bekommt beim Starten. Grundsaetzlich wuerde ich den Stecker an der CDI sorgfaelltig mit der Lupe pruefen und Kontaktspray dort verwenden. Du kannst auch noch versuchen die Kupplung beim Starten zu ziehen ob es dann besser ist um den Seitenstaenderschalter auszuschliessen. Sonst musst du mal Zuhause, wenn sie gerade nicht anspringt, nachsehen ob sie einen Zuendfunken hat oder nicht. Dann kann man sicher sein wo man suchen muss. Vielleicht hat die CDI einfach keinen guten Kontakt am Stecker.

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

    Vorsicht!

    Das lesen meiner Beitraege erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Gefahr!

    Sollte jemand zu Schaden kommen übernehme ich keine Haftung!

    Ach so, : „Wenn du Gott siehst, dann musst du bremsen“

  • Die Idee mit der Batteriespannung ist ja an sich gut, nur habe ich unterwegs kein Meßgerät dabei und zu Hause springt sie (kalt) gut an. Das Problem ist ja auch nicht sicher reproduzierbar sondern tritt nur sporadisch auf. Wenn sie gleich anspringt ist die Batteriespannung auch in Ordnung weil sie gar keine Zeit hat zusammenzubrechen.

    Kontaktprobleme an der CDI will ich auch nicht ausschließen, aber würden die dann nicht auch während der Fahrt auftreten? Da kommen ja noch Vibrationen dazu, die sie im Stand nicht hat.

  • Kontaktprobleme an der CDI will ich auch nicht ausschließen, aber würden die dann nicht auch während der Fahrt auftreten? Da kommen ja noch Vibrationen dazu, die sie im Stand nicht hat.

    Nein nicht unbedingt. Wenn die zum Beispiel Uebergangswiderstaende am Stecker hat, kann es moeglich sein dass es mit der Boardspannung waehrend der Fahrt einwandfrei ausreicht. Es nuetzt ja nichts. Man muss ja irgendwo anfangen. Und hier im Forum gab es schon des oefteren seltsamste Probleme mit dem Stecker zur CDI. Das ist alles ja nicht mehr neu. Generell wuerde ich alle Steckerkontakte mal pruefen. Du koenntest dir 2 Kabel oder auch nur das Pluskabel extra an der Batterie anschliessen und zur Seite rauslegen zum messen unterwegs. Aber Vorsicht und mit einer Sicherung am besten, damit kein Kurzschluss passieren kann.

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  • Der Anfang für mich wäre schon den Stecker von der CDI mal abziehen und die Kontakte saubermachen/einsprühen. Das habe ich schon versucht weil ich die auch schon auf der Liste der Verdächtigen hatte, hab mich aber nicht getraut weil ich nicht verstanden habe welche von den vielen Nasen man in welche Richtung drücken muß um die ganze Sache auseinander zu kriegen. Bevor ich Schaden anrichte habe ich es lieber sein lassen.

    Vielleicht hat ja jemand ein Bild, das er mit einer Erklärung einstellen kann. Im Netz finde ich da zu viele unterschiedliche Stecker und meiner war noch nicht dabei.

    Das nach 30 Jahren irgendwelche Wehwehchen auftreten können ist ja nur menschlich ;)

  • Die Wege des Herrn...

    Ich war gerade in der Garage weil ich mal ein Bild von meinem CDI-Stecker machen wollte.

    Bei der Gelegenheit habe ich gleich ein Multimeter mitgenommen um zu gucken wie sich die Batterie beim normalen Starten verhält. Mit normalem Starten war aber nicht, sie ist gleich beim ersten Versuch zusammengebrochen. Nach 6 Jahren wahrscheinlich Altersschwäche (Plattenschluß) und wenn ich jetzt so drüber nachdenke sind die Startprobleme auch mit der Zeit immer öfter aufgetreten - na ja hinterher ist man immer schlauer !

    Manchmal bedeutet eine Fehlfunktion auch Glück, wenn sie zur richtigen Zeit auftritt. Also das dürfte dann auch die Lösung sein und nächste Woche wird eine neue Batterie ausprobiert.

    Ich verstehe zwar nicht ganz, weshalb die Batterieleistung für den Anlasser reichen soll und trotzdem die Zündung nicht funktioniert aber - Die Wege des Herrn...


    Das Bild vom CDI-Stecker hänge ich trotzdem noch an. Vielleicht kann mal jemand erklären welche Nasen (orange, gelbe oder grüne Kreise) nun in welche Richtung gedrückt werden müssen. Evtl. nützt das Bild ja auch für andere Fragen hier im Forum (Datenschutz ist hiermit aufgehoben ;)).


    Bei der Gelegenheit ist mir auch gleich noch eine andere Baustelle aufgefallen und deshalb will ich hier mal eine Warnung in die Welt setzen: kontrolliert bei Gelegenheit ob die Mutter vom Benzinhahn noch fest ist !!!

    Bei mir hat sie sich nach 30 Jahren von selbst gelöst und während das Moped zwei Wochen in der Garage stand ist der volle Tank fast komplett ausgelaufen. Dabei war das größte Problem nicht mal der teure Saft, der nutzlos weg war, sondern unter dem Benzinhahn sitzt ja die Spritpumpe. Deren Haltegummi hat sich fast aufgelöst und die Pumpe hat auch nicht mehr funktioniert. Der Hub hat nicht mehr gereicht den Unterbrecherkontakt zu öffnen und die Pumpbewegung auszulösen (ich weiß selber - ist blöd geschrieben aber ihr wißt schon was ich meine). Wieso das so ist, kann ich auch nicht sagen - Die Wege des Herrn...

    Jedenfalls habe ich viel Zeit mit der Fehlersuche verbracht und nachdem ein neuer Unterbrecherkontakt auch nichts geholfen hat, habe ich doch eine neue Pumpe eingebaut. Allerdings nicht Original (zu teuer) sondern "Erstausrüsterqualität" von Piets Motorradladen bei Ebay. Sollte angeblich perfekt passen und hat auch noch nie Reklamationen gegeben. Allerdings ist das Anschlußkabel (gelbe ! Kabelschutzhülle) hier gut 5cm zu kurz und geht auf dem normalen Weg nicht zu verlegen. So mußte ich den direkten Weg von der Pumpe über die Batterie zum Stecker nehmen und das funktioniert zwar gerade so, gefällt mir aber gar nicht. Also noch was zu tun !

    Wieso sich die Verschraubung vom Benzinhahn nach 30 Jahren plötzlich von selber lockert kann ich mir auch absolut nicht erklären, aber - Die Wege des Herrn...

    Deshalb die Warnung hier, vielleicht hilft sie ja irgendjemandem.


    Danke für die Aufmerksamkeit