--Fahrtipp--

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  • ...bei meinem letzten Ausritt hatte ich wieder so ein Erlebnis.

    Ich war so ca 3,5 Stunden kreuz und quer unterwegs. alle Kurven meisterlich genommen, kleine Pause bei Günters Kurve ( Extertal). Auf der Rückfahrt noch einmal zum Nienstädter Pass abgebogen.

    Da passiert es....! :oh_man:
    In einer engen Rechtskurve, verschätzt, vordere Bremse gezogen.
    Die Honda sich schön aufgerichtet und ab auf die Gegenfahrbahn. Zum Glück kein Gegenverkehr. :oh_man:

    Alles gelernte und und alle guten Tipps sind mit einem mal vergessen und über Bord.

    Ein klares Zeichen für mich den Ausflug zu beenden und nach Hause zu fahren.
    Nächstes mal mache auch mehr Pausen, weil ich den Fehler auf eine Konzentrationsschwäche zurück führe.

    Ein ADAC Training abe ich auch schon mal mitgemacht. War Top :daumen_rauf:
    Gruß
    Orville
  • Original von Digit_AL
    in dem link da oben wird gesagt das fahrer und mop in der kurve eine linie bilden sollen, nur anfänger neigen sich stärker in die kurve als ihr mop und ein absatz später wird geschrieben das man mit einem hang off noch schneller durch die kurve kommt. na was denn nu? ?


    Eyyy...das weiß doch jeder, daß Rossi und "Konsorten" Anfänger sind:mad2:.
    Warum sonst fahren die auf der Rennstrecke???....Weil se noch am Üben sind;)

    Aber mal ernsthaft.......hat nicht jeder so seine "eigene" Technik?? Klar gibt es gewisse "Richtlinien" usw. aber jeder muß für sich selber DEN Weg finden, wie`s klappt. Und wer überlebt, kann schließlich nicht alles falsch gemacht haben....oder?
    Aber der meiste Fehler, der (meiner Meinung nach) begangen wird, wenn mal ne Kurve zu "eng" wird, ist der, daß sich die meisten net "nach unten" trauen, obwohl noch jede Menge Platz wär. Von falschem Kucken und entsprechender Schreckreaktion mal abgesehen.
    Ich für meinen Teil geh einfach vom Gas, bißl Hinterradbremse und runter mit der Kiste bis alles schleift was kann. Weil.........wenn`s mich dann schmeißt, schmeißt`s mich in jedem Fall.....aber ich hab wenigstens alles versucht*masosag*. Bis jetzt hat`s geklappt...toitoitoi :).

    LG von der Donau :)

    Apropos Sicherheitstraining: Den meisten hier bringt das ja was. Zumindest liest man es oft. Ich hab auch eines mitgemacht und gelernt, daß alles was ich da mach schei.. is. Hab`s dann auf der Straße anders probiert und promt nen Unfall gehabt X( X(. Seitdem fahr ich wieder so, wie ich`s kann. Is wohl wirklich schei.. aber es klappt :perfekt2: *lach*
    Wer schneller fährt.... kommt früher an..... irgendwo :D

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Donauhex ()

  • Also Leute, die Frage, was man machen soll, wenn sich eine Kurve zuzieht und man meint, man sei zu schnell, kann nicht generell beantwortet werden. Die physikalischen Grundlagen finden sich im Kamm´schen Kreis..... Guckst du hier: hyperkommunikation.ch/bibliothek/motorrad/mr_kammkreis.htm

    Es kommt also physikalisch auf verschiedene Faktoren an wie Kurvenradios, Geschwindigkeit, Reibbeiwert, Schräglage (Auflagefläche), Gewicht der Fuhre und vieles mehr. Je nachdem kommt gefühlvolles Bremsen noch in Betracht oder erweist sich, wenn keine Reserven mehr zur Verfügung stehen, in jedem Fall als schmerzhaft. Ich persönlich empfinde ein rutschendes Hinterrad als wesentlich angenehmer als ein rutschendes Vorderrad.

    Gefühlvoll bremsen bzw. richtig entscheiden, dass wegen zu hoher Geschwindigkeit bremsen überhaupt nicht mehr geht, kann nur der, der in einer solchen Situation keine Angst hat, denn Angst fressen Seele auf. Ein erheblicher Teil von Stürzen, die sich aus solchen Situationen, wie sich zuziehenden Kurven ergeben, passieren nicht deshalb, weil nichts mehr gegangen wäre - mit modernen Gummis sind Schräglage von fast sechzig Prozent möglich , man muss sich nur mal angucken, was die Supermotofraktion auf den Asphalt zaubert - sondern deshalb, weil der Fahrer das mögliche nicht abgerufen hat. Der Grund für letzteres ist die Angst.

    Angst überwindet man, indem man das richtige, vor dem man Angst hat, solange tut, bis die Angst verschwunden ist, nach dem Motto " hat ja gar nicht wie getan ". Also in ein Fahrtraining, um zu lernen, wie es richtig geht und dort unter Aufsicht das Richtige ein paar Mal tun und dann üben, üben, üben.

    Wer eine Fireblade fährt, will schnelle Kurven fahren. Schnelle Kurven erfordern große Schräglage. Das übt man vorzugsweise auf der Rennstrecke und unter Anleitung. Man hat weniger Angst, wenn einer vor einem her fährt, der nicht auf die Schnauze fällt. Kriegt man trotzdem Schiß, ist genug Platz da, um Notmanöver, die einem die Angst befiehlt, ausführen zu können, ohne dass es gleich wehtut. Beim nächsten Mal klappt's dann schon besser.

    Hat man dann gelernt, dass man soviel Schräglage fahren kann, dass am Vorderrad(!) kein Angststreifen mehr bleibt, hat man die Basis dafür, das Moped in einer Hundskurve abzuwinkeln, wie dies in diesem Fred empfohlen worden ist. Wer nur die theoretische Kenntnis hat, im entscheidenden Moment aber Angst bekommt, kann's nicht umsetzen... wie sagt man im Saarland so schön " ....könne vor Angschd! ". Daher muss die Angst weg und das geht nur durch üben der richtigen Manöver.

    Wer übt, ohne vom Profi gelernt zu haben, was das Richtige ist, übt im Zweifel das Falsche und tut dann in der Notsituationen automatisch weil reflexartige das Falsche. In der Notsituationen muss aber reflexartig das Richtige getan werden. Also Schritt 1, lernen wie es richtig geht, Schritt 2 das Richtige solange üben, bis es zum Reflex wird, Schritt 3 ohne Angst in der Notsituationen das Richtige reflexartige tun.

    Wer fährt, trainiert, wer falsch fährt, trainiert sich Fehler ein. Wer lange genug Fehler trainiert, erlernt fehlerhafte Reflexe. Wer fehlerhafte Reflexe antrainiert hat, tut in einer Notsituationen reflexartige das Falsche und legt sich deshalb auf die Schnauze. Bei einer Fireblade ist das in jedem Fall teurer, als ein Fahrtraining und ein paar Rennrainings, die im übrigen irre Spaß machen und daher ihr Geld wert sind. Reparaturen am Moped hingegen sind ihr Geld selten wert, wenn sie von Stürzen verursacht sind. Ich weiß das - by the way ....hat vielleicht jemand von Euch gerade einen Fußbremshebel für eine 05er Fireblade? :D

    Man sollte also jeden Kilometer, den man auf der Straße fährt, bewusst richtig fahren in der Erkenntnis, dass jeder Kilometer einen Trainingseffekt hat, je nachdem ob man das Richtige oder das Falsche tut eben einen positiven oder einen negativen. Einfach so dahin schaukeln ist für Leute, die richtig schnell fahren wollen, also für Mitglieder dieses Forums, nicht der richtige Weg. Wer allerdings von Anfang an bewußt fährt, kann dann irgendwann auch richtig schnell schaukeln. Dann weiß er auch, was bei einer sich zuziehenden Kurve, in die mit zu hoher Geschwindigkeit eingefahren wurde zu machen ist, bzw. er macht reflexartige und damit schnell genug das Richtige.

    Also Leute, dass mit dem Bremshebel war ernst gemeint, wenn die Prellungen abgeheilt sind, will ich nämlich wieder üben, wies richtig geht.
    If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way. (Captain Edward A. Murphy, jr.)
  • RE: --Fahrtipp--

    Hi ankatit!
    meine tips: 1. besuche ein sicherheitstraining 2. bremse mal harmlos in der kurve und schau , was dein mo tut 3. Blickführung, du fährst dorthin wohin du siehst 4. GRAU IST ALLE THEORIE =)
    PS wenn du beim fahren in der kurve den zettel mit unseren wertvollen tips rausholst, achte auch auf den gegenverkehr :dumdiedum :ausschau:
    DAS ALTER IST NICHTS FÜR FEIGLINGE!
  • Original von Kirby
    War kürzlich auch in der Situation, das ich zu schnell war. Bei mir endete die Kurve in der Leitplanke. :tougue: :oh_man: Hab m ich gestern gard mit einem "alten Hasen" und einem Fahrlehrer über meinen Fehler unterhalten.

    Beide waren der Meinung, wenn man merkt das man zu schnell ist vorne Bremsen. Auf keinen Fall hinten. Und das wichtigste: Immer dahin gucken, wo Du hinfahren willst!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Ich hab auf den Grünstreifen und die dahinter stehende Leitplanke geschaut und schwupps lag ich auch da.

    Und wenn das mit dem Bremsen und dem "Wiederrunterdrücken" des Motorrads nicht klappt, Bremse loslassen und dann den Bock runterdrücken. Das schlimmste, was dann passieren kann ist vielleicht n LowSider.

    Sicherheitstrainigs?? - Bin ich nächstes Jahr auf jeden Fall dabei!!!!


    Alles was da oben steht ist ABSOLUT RICHTIG!

    Also: Du kannst in der Kurve vorne natürlich nicht mehr bremsen, wenn Du mit der Schräglage an der Haftgrenze bist.
    Aber normalerweise ist das nicht der Fall. Wenn Du zu schnell in der Kurve bist, dann GEFÜHLVOLL vorne bremsen, auf keinen Fall hektisch.
    Du hast zwei Möglichkeiten jetzt:
    Das Motorrad stellt sich zwar auf, aber Du drückst einfach dagegen, so dass Du auf der geplanten Kurvenlinie bleibst.
    Du lässt das Motorrad sich aufstellen und bremst gleichzeitig immer stärker. Wenn das Motorrad gerade ist, kannst Du ja eine Vollbremsung machen. Das geht natürlich nur, wenn Platz da ist.

    Ich empfehle Dir, mal auf einer verkehrsarmen kurvigen Strasse in den Kurven vorne zu bremsen. Erst leicht, dann immer mehr. Probier's aus. Behalte aber die anderen Verkehrsteilnehmer im Auge.

    Und bitte: vergiss den ganzen Schwachsinn mit hinten bremsen! In der Kurve wird grundsätzlich nicht hinten gebremst. Aus zwei Gründen: die Hinterradbremse ist (a) schlecht dosierbar und neigt (b) zum Blockieren.
    Die Gefahr, dass das Hinterrad ausbricht ist ziemlich hoch. Im Normalfall magst Du es zwar im Griff haben vorne und hinten zu bremsen, wenn aber Dreck auf der Strasse liegt oder Du in eine Notsituation kommst und hinten voll reintrittst ist der Sturz unvermeidbar (und in einer Notsituation dosiert selbst der beste Fahrer hinten nichts mehr). Ich weiss, wovon ich spreche, denn ich bin schon mal gestürzt in einer Kurve wegen der Hinterradbremse.

    Ein Sicherheitstraining wäre für Dich ideal. Aus Deiner Frage sieht man nämlich, dass Du Dir bei elementaren Sache wie z.B. dem Kurvenbremsen unsicher bist. Auf dem Training werden mehrere solche "grundlegenden Aspekte" des Fahrens angegangen.
    Allerdings reicht der eine Tag nicht. Danach solltest du selber üben. Fahren, fahren, fahren.
    Die Welt ist eine Kurve.