Beiträge von AleXR6

    Vor kurzem habe ich meine SC28 (50'000 km) nach jahrelaaaangem Winterschlaf mal wieder gestartet. Angesprungen ist sie einigermassen, lief dann im Leerlauf auch recht rund, hatte aber auf der ersten Tour (ca. 40-50 km) etwas Mühe bei Drehzahlen über 4'000. Bin problemlos nach Hause gekommen und hab die Kiste wieder in der Garage abgestellt.


    Ein paar Tage später die grosse Überraschung: Motor springt nur für ein paar Takte an, läuft aber nicht und nach einigem Versuchen zündet er nicht mal mehr ein einziges Mal.


    Sprit zu alt? Könnte sehr gut sein, Füllstand war niedrig, fünf Liter Sprit eingefüllt - kein Unterschied :(


    Mäusefamilie in den Luftfilterkasten eingezogen? Nein, sieht gut aus.


    Aktueller Gedanke: Benzinpumpe defekt? Mechanisch oder elektrisch? Wie wahrscheinlich ist das und wie könnte ich das am einfachsten prüfen?


    Die Gummischelle, die die Pumpe fixiert, scheint gebrochen, die Position der Pumpe ist aber noch korrekt.


    Bin dankbar für Tipps aller Art :-)


    Vermutlich eine Mischung dieser Gründe. Ich hab die Stelle genauer untersucht und festgestellt, dass sich der Halter komplett gelöst und einen rund vier cm langen und 2-4 mm breiten Riss hinterlassen hatte.


    Hab mit einem Kumpel beratschlagt, der meinte, das müsse sich gut schweissen lassen. Für eine saubere Arbeit müssten wir allerdings die Anlage abbauen, die Flächen vorbehandeln, die Anlage wieder montieren und den Halter anpunkten, um spätere Verspannungen zu vermeiden. Dann wieder demontieren und endgültig schweissen.


    Da ich aber nur Frist bis letzten Freitag hatte, musste eine Quick-and-Dirty-Lösung her: Ich hab den Halter weggeschraubt und den Riss mit Alu-Klebeband ein paar mal umwickelt und bin gleich zur Prüfstelle. Hat blendend funktoniert, die Geräuschmessung ergab sogar nur 72 dB. Zuhause hab ich an der Stelle rund 100 °C gemessen. Das Klebeband soll bis 150 °C aushalten. Mal sehen, wie dauerhaft die Massnahme ist. Bei Gelegenheit werde ich das Teil wohl doch mal schweissen.


    Danke für alle Tips!


    Alexander

    Hab mir grad nochmal das gute Stück angeschaut und festgestellt, dass die überzähligen dBs wohl nicht vom Endtopf, sondern von einem Riss kommen, der sich ca. 30 cm vor dem Topf an einer Schweissnaht gebildet hat. Jedenfalls war die CBR deutlich leiser, als ich das Rohr an der Stelle mit einem Lappen umwickelt habe.


    Nun stelle ich mir die Frage, wie ich das am besten flicke. Würde ein Epoxydkitt funktionieren? Oder solche Auspuffbandagen, die man öfter an 2-Takt-Auspuffanlagen sieht? Schweissen und Löten sind vermutlich aussichtslos, oder?


    Alexander

    Hallo zusammen,


    meine SC28 war bei der MFK etwas zu laut. Ich habe aber wenig Lust, extra einen neuen Endtopf zu kaufen, da ich nur wenig fahre.


    Suche deshalb jemanden, der mir den Endtopf seiner Fireblade für ein paar Stunden leiht. Idealerweise aus Zug oder der näheren Umgebung (Schwyz, Luzern, Zürich).


    Wer traut sich? Mutige vor ;)


    Besten Dank im voraus!


    Alexander

    Tja, woanders hinfahren geht hier in der Schweiz leider nicht. Die Prüfstellen sind alle staatlich. Würde mir ohnehin nix nützen, da das Messergebnis ja festgehalten ist und beim nächstenmal die Messung einfach wiederholt wird.


    Ein Leihtopf wäre zweifelsohne die beste Variante. Bislang habe ich aber leider noch keinen gefunden und die Frist läuft nur 14 Tage. Werde mal eine Anfrage starten.


    Irgendwas in den Dämpfer zu stopfen liegt ja nahe, aber sollte den Motorlauf nicht zu offensichtlich beeinflussen und natürlich auch wieder entfernbar sein. Irgendwann habe ich mal den Tipp gehört, für solche Aktionen Putzschwämme aus Metall zu nehmen. Dann würde der Topf auch gleich mal geputzt werden ;)


    Alexander

    Hallo zusammen


    Meine SC28 mit Original-Endtopf war bei der letzten MFK (dem Schweizer Pendant zur Hauptuntersuchung) zu laut: 78 statt 73 dB bei 4'500 U/min. Bis 75 db wäre Toleranz gewesen. Nun ist der Topf ansonsten noch im guten Zustand und da ich ohnehin nicht viel fahre, habe ich keine grosse Lust, in einen neuen Endtopf zu investieren. Töpfe aus dem Zubehör sind in der Schweiz auch immer so eine problematische Sache.


    Deshalb meine Frage: wie bekomme ich die Anlage leise genug? Muss (und soll) keine Dauerlösung sein, sollte nur für die 20 km zur Prüfstelle reichen.


    Bin für jeden Tipp dankbar!


    Alexander

    Schlechte Pflege (keine oder falsche). Wenn zwei O-Ringe fehlen, hast Du vermutlich nie den Dreck und das Kettenfett von den O-Ringen entfernt. Dann bleiben die O-Ringe an Aussen- und Innenlasche kleben und werden aufgerieben. Nur eine Frage der Zeit, bis die Fettfüllung verschwunden ist und Stahl auf Stahl reibt. Gut zu erkennen an rötlichem Dreck an den Kettengliedern (Rost).


    BTW: Schmiere die Ketten an meinen Maschinen (CBR und XR) nur noch mit Getriebeöl. Ist etwas mehr Arbeit beim Auftragen, aber viel weniger beim Putzen.


    AleXR6

    Zubehör langt für hinten auf alle Fälle! Fahre vorne SBK3 von Carbone Lorraine, hinten welche von Polo. Preislich irgendwo dazwischen sind die A3 von CL angesiedelt. Hab die von Polo allerdings noch nicht lange drin, weiss also nicht, wie lange die halten.


    AleXR6

    Hab mich schlau gemacht... Lager können eingepresst oder eingeklebt werden. Das Kleben ist besser, wenn der Lagersitz oval geworden ist (starke Beanspruchung, Unfall), weil sonst das Lager ungleichmässig verformt wird. Für das Einkleben gibt es spezielle Untermass-Lager, die 1/10 mm kleiner sind und speziellen Lagersitz-Klebstoff.


    Emil Schwarz, der bekannte Lagerspezialist aus Süddeutschland, klebt seine Lager aus o.g. Gründen nur ein.


    Der Metallstreifen, der zusammen mit meinem Lager eingeklebt wurde, umfasst ca. 1/3 des Lagerumfanges.


    Tja nun, meine CBR ist wieder zuhause, mal sehen, was die nächsten km so an Erfahrungen zu Tage fördern.


    AleXR6

    Zitat

    Das Lenkkopflager der SC 28 wird standardmässig eingeklebt ???


    Nein, Standard ist es wohl nicht. Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Werde mal nachhaken, warum es nicht eingepresst wurde.


    AleXR6

    Zitat

    ich weiss ja nicht, wie das in der schweiz so is, aber bei uns is schweissen an fahrwerksteilen verboten...ich glaub ich weiss schon warum...


    problem bei deiner aluschweisserei kann auch gewesen sein,dass das lager zu früh in den lenkkopf geklopft worden ist. alu erreicht erst einige stunden (evnt. tagen)nach dem schweissen wieder seine ursprüngliche festigkeit...


    Alu-Rahmen-Schweissen ist hier sicherlich auch nicht zulässig. Aber den Jungs in meiner Werkstatt traue ich schon einiges zu. Nach dem Schweissen ist einige Zeit vergangen, da die Naht ja erst nachgeschliffen werden musste, bevor das Lager reinkonnte. Alternative wäre gewesen, den Rahmen gleich komplett wegzuschmeissen.


    Zitat

    WENN das wirklich ein Spezialist war müsste er doch wissen wie man RICHTIG Alu schweisst ! ! !


    Denke und hoffe ich auch. Bislang gibt's noch keine Stellungnahme von ihm.


    Zitat

    warum hat es überhaupt einen Riss beim Lenkkopf gegeben? Unfall?


    Unfall/Sturz hatte die Kiste schon. Ist aber mindestens 30'000 km her. Komisch finde ich, dass der Riss auf der Fahrerseite war. Bei einer Kollision sollte der Druck ja eher auf die andere Seite wirken.


    Zitat

    Welche Honda-Garage in der Schweiz macht denn so was ??? Klingt extrem nach Pfusch. Lager mit Metallstreiffen eingeklebt Klingt nicht wirklich sicher.


    War keine Honda-Garage. Und auch nicht in der Schweiz. Der Metallstreifen ist Fühlerlehrenmaterial. Soll ein gängiges Verfahren zum Spaltausgleichen sein. Erscheint mir auch eher unkritisch.


    Insgesamt hat sich der Lenkkopf um 1/10 mm geweitet und damit das für den Kleber überbrückbare Spaltmass überschritten. Der Meister meinte, er sei zuversichtlich hinsichtlich dieser zweiten Reparatur.


    AleXR6

    Hallo zusammen


    Meine SC28 hatte bei 45'000 km (davon einige km auf der Rennstrecke) einen Riss unter dem Lager im Lenkkopf auf der fahrerzugewandten Seite.


    Der Riss wurde in der Werkstatt aufgefeilt, zugeschweisst (vom Alu-Schweiss-Spezi) und nachgeschliffen. Dann kam ein neues Lager rein.


    Nach rund 5'000 km hatte sich der Lenkkopf so stark geweitet, dass das Lager wieder lose wurde und mit Metallstreifen umwickelt neu eingeklebt werden musste.


    Nun hab ich natürlich keine Lust, alle 5'000 km das Lager neu einkleben zu lassen. Aber muss ich damit rechnen, dass soetwas wieder auftritt? Könnte der Lenkkopf durch das Schweissen weich geworden sein? Die Umgebung wurde während des Schweissvorganges gut gekühlt, um optische Veränderungen der Oberfläche zu vermeiden.


    AleXR6

    Zitat

    Original von PeteRR
    AleXR6,
    hast Du dich intensiv mit dem SC50-Fahrwerk und -setup befassst oder sind das jetzt generelle Aussagen????


    Nein, habe mich noch nicht. Aber viel leichter als 75 kg kann man ja kaum sein. Wenn da Stufe 7 richtig ist, ist das schon ungewöhnlich.



    Zitat

    Original von PeteRR
    Wir haben den Negativfederweg je nach Fahrweise auf werte zw. 33 - 40 mm eingestellt, also etwa 25-33%.


    Korrekt.



    Zitat

    Original von PeteRR
    Generell lagen die SC50, die wir während des Treffens geprüft haben, hinten zu weit in dem progressiven Bereich der Federung.


    Was heisst das?



    Zitat

    Original von PeteRR
    Wir haben alle erstmal auf Negativfederweg, danach auf Druck-, zum Schluß auf Zugstufendämpfung hin versucht, zu optimieren


    Korrekt. Erst Federung, dann Dämpfung.


    AleXR6


    Vorne:
    Hat die SC50 keine Ringe mehr zur Kennzeichnung der Vorspannung?


    Hinten:
    Bei Deinen schlappen 75 kg solo ist Federvorspannung auf fast ganz "hart" sehr ungewöhnlich. Dir bleibt ja kaum noch Negativfederweg, den Du beim starken Beschleunigen bzw. Löchern brauchst. Durch das Vorspannen wird das Fahrwerk NICHT härter, sondern kommt höher, was auch die Handlichkeit erhöht. Aber wie gesagt, der Negativfederweg


    Dämpfung: Achte auf Deinen Reifen. Wirft er grobe Krümel, nimm die Druckstufe (Einsteller oben) zurück.


    AleXR6

    Hallo zusammen


    Fahre im September nach Rijeka. Wer hat Ideen/Empfehlungen für ein touristisches Rahmenprogramm? Die Adria ist ja nicht weit. Baden ist vermutlich Pflicht. Lohnt sich die Mitnahme von Mountainbike und Enduro? Sonstiges?


    AleXR6

    Exakte Werte erhältst Du nur mit einer Messuhr, die sich aber wohl nur bei den wenigstens Privatschraubern findet. Viel Kohle dürfte die Werkstatt aber auch nicht für eine Messung nehmen, geht vielleicht sogar mit einem Einwurf in die Kaffeekasse.


    Sonst bleibt noch Aufbocken, Drehen und scharfes Hinsehen bzw. Fühlen mit einem Stift. Bei einer Probefahrt fühlt man am meisten, wenn man bei mittlerer Geschwindigkeit nur ganz leicht bremst, um Störeinflüsse zu unterdrücken. Wenn Du dabei nichts spürst, heisst das nicht, dass die Scheiben i.O. sind - leider! Sicherheit gibt nur die Messuhr.


    Viel Erfolg!


    AleXR6

    Zitat

    Original von BjöRRn
    ... Ich hab gar keine ahnung von Fahrwerkseinstellungen ... hab ich alle schrauben die ich gefunden habe, soweit nach rechts gedreht, bis es nicht mehr ging...


    Kein Wunder, dass die Originalfahrwerke nur einen geringen Einstellbereich haben. Sonst wären sie ja nicht idi*tensicher. Möchte garnicht daran denken, was wohl passieren würde, wenn Einstellbereiche a la Öhlins etc. serienmässig wären.


    AleXR6


    P.S.: Nimm wenigstens die Druckstufe etwas zurück, damit Dein Reifen nicht so leidet. Allerdings hat hoher Reifenverschleiss einen hohen Poser-Faktor - ist ja auch was wert.

    Check ruhig mal die Federbasis, gerne auch Federvorspannung genannt. Zu geringer Ausfederweg ist im Alltag unkritisch, kann aber bei hohen Geschwindigkeiten durchaus zu den beschriebenen Symptomen führen. Sitzhaltung, Kleidung, Reifen natürlich auch.


    AleXR6