Beiträge von Kamow

    Hallo Kamow,


    Meinst Du nicht es ist besser es in der Werkstatt machen zu lassen?

    Ich habe leider kein Vertrauen zu Handwerkern. :thumbdown:

    Daher mache ich im Haushalt so ziemlich alles selber. Darüber hinaus scheitert es mitunter daran, eine Werkstatt zu finden, die den vollständigen Wechsel tatsächlich durchführt:

    ... "was? ... eine Fireblade? ... mit ABS? ... nee, das machen wir nicht." Was will man dazu schreiben? :/ Diese Erfahrung habe ich in München und Umgebung leider machen müssen.

    Salve,

    ich habe kürzlich den Bremsflüssigkeitswechsel an meiner SC59 (Mod. 2010) selber durchgeführt. Was soll ich schreiben?

    Entsprechend WHB hatte ich u.a. Tank, Kühler und Krümmer demontiert. Aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten - hatte leider ordentlich Luft in das System gezogen - konnte das Entlüftungsprozedere leider nicht mit der vorderen Bremspumpe initiiert werden. Das war frustrierend, denn das ABS-Lämpchen wollte einfach nicht wie im WHB beschrieben, anfangen, zu blinken. Nach einer Online-Recherche habe ich erfahren, dass es an der vorderen Bremspumpe ebenfalls ein Entlüftungsventil gibt. Mit dem Wissensstand habe ich die Luft entfernt und konnte den Bremsflüssigkeitswechsel zu zweit samt Vakuumpumpe gemäß WHB durchführen.

    Ich hatte mir im Vorfeld Stahlbus-Entlüftungsventile jeweils für die beiden Leistungseinheiten gekauft. Das war eine Fehlinvestition! Denn leider ist der Umgang mit den Ventilen in der Praxis nicht so einfach. Ich hatte die Ventile aufgedreht, aber das reichte leider nie, damit Bremsflüssigkeit heraus laufen konnte. Also habe ich die alten Ventile eingebaut u. konventionell entlüftet.

    Fazit

    Beim nächsten Bremsflüssigkeitswechsel, werde ich nur über die vorderen und hinteren Bremssättel entlüften und mir u.a. die Krümmer-, Tank-, als auch Kühlerdemontage sparen - die alte Bremsflüssigkeit war nach drei Jahren nicht wirklich verfärbt. Zur Not baue ich mir eine Verlängerung, mit der ich das Entlüftungsventil an der vorderen Leistungseinheit betätigen kann.

    Es gibt angenehmere Arbeiten! Aber mit dem WHB, einer Vakuumpumpe und dem Wissen, dass es an der vorderen Bremspumpe ein Entlüftungsventil gibt, bekommt man die Bremsflüssigkeit gewechselt.

    In der Praxis hat die Bremse auch wieder - trotz hoher Wassertemperaturen (T,Max=107°C) und viel Stop'n'Go bei der Motorraddemo in München - problemlos funktioniert.



    Linke Hand zum Gruße

    Ka

    So Gemeinde,


    ich schlage vor, dass in Zukunft jeder mit ABS-Problemen den im Speicher hinterlegten Fehler angibt. Sonst nimmt das Rätselraten hier kein Ende.
    Potentielle zukünftige SC59-Besitzer werden von den negativen Beiträgen ganz verunsichert und glauben tatsächlich, dass die SC59 mit ABS ein schlechtes Motorradl is'.


    @fredirossi: Wann gibt's eigentlich die Bilder vom Umbau des vorderen Steuerteils/ Modulator ins Heck?



    Linke Hand zum Gruße
    Ka

    So Gemeinde,


    ich hatte mehrere Monate das Problem, dass mein Motor sehr warm wurde (TWasser>117°C). In diesem Zusammenhang und bei Gefahrenbremsungen hat die ABS-Kontrollleuchte angefangen zu blinken.


    Die Ursache für die starke Motor-Erhitzung war der Kupplungsbowdenzug, welcher das Lüfterrad blockierte - habe ich schließlich selber behoben. Darüber hinaus war in dem vorderen Modulator Luft, was durch den dazugehörigen Fehlercode angezeigt wurde - das hatte mir die Werkstatt gesagt. Beide Probleme entstanden wohl dadurch, weil ich das Moped bei einem Nicht-Honda-Händler gekauft hatte und mit denen noch einen Bremsflüssigkeitswechsel vereinbart hatte -dieser war gemäß Scheckheft fällig. Mein Vertrauen in Werkstätten ist dadurch endgültig am Tiefpunkt angekommen - egal ob Auto oder Moped.
    Leider habe ich feststellen müssen, dass Honda-Werkstätten in München und Umgebung keine Lust hatten, "den Pfusch von anderen Werkstätten" zu beheben, obwohl ich eine Gebrauchtfahrzeug-Garantie vorweisen konnte: "Was eine Fireblade? ... Mit ABS? ... Nein Danke, fahr dorthin, wo du's gekauft hast". Verstehen kann ich sie.


    Letztendlich ist das Moped wieder bei Honda Kreiselmeyer in Feuchtwangen gelandet, wo der Vorbesitzer es gemäß Scheckheft regelmäßig warten ließ. Dort wurde das ABS (der vordere Modulator) entlüftet und seit dem fahre ich ohne Probleme -selbst bei größter Hitze und kann auch Gefahrenbremsungen ohne folgendes ABS-Ausfall-Blinken durchführen. Ich kann nicht schreiben, was die für das ABS-Entlüften verlangen, weil das zwischen Kreiselmeyer und Verkäufer abgewickelt wurde.


    Meine Empfehlungen sind daher:

    • Bei Problemen ... immer zuerst den Fehlerspeicher auslesen -egal ob selber od. beim HH und Sichtprüfung durchführen (ggf. Verkleidung abbauen).
    • Das mit dem Krümmerbandagieren und Isolieren des Hitzeschutzbleches vom ABS-Modulator kann man sich sparen, wenn das System vorschriftsmäßig gewartet ist. Wo soll denn die Krümmer-Hitze bitte schön hin, wenn das ganze eingepackt ist? Darüber hinaus wird der vordere Modulator bekanntlich auch vom Motor selbst erhitzt.
    • Bremsflüssigkeitswechsel alle zwei Jahre reicht.
    • So viel wie möglich mittels WHB selber machen. Die Werkstätten merken vor lauter Arroganz gar nicht, dass sie an ihrem eigenen Ast sägen.
    • Wenn Honda Kreiselmeyer um's Eck ist, würde ich dort hingehen.
    • Wenn es eine Fireblade sein soll, dann ohne ABS.


    Linke Hand zum Gruße & immer schön Sitzen bleiben
    KA

    Ich bin ein leidenschaftlicher Road-Racing-Fan und war deshalb schon zweimal auf der Isle of Man. Deswegen verfolge ich auch eher was auf der Straße passiert, als die SBK- bzw. GP-Rennerei. Was mir zum Fehlverhalten vom ABS im Zusammenhang mit der Einstellung von Honda einfällt, ist, dass John McGuinness wahrscheinlich seine Rennkarriere beenden muss, weil er aufgrund einer fehlerhaften "Ride by Wire"-Technologie einen heftigen Abflug bei der NorthWest200 hatte. Das Honda Road Racing Team ist zwei Wochen später bei der TT an den Start gegangen, wo es Guy Martin - angeblich wegen einer fehlerhaften Motorbremse - auch erwischt hat. Zum Senior-Rennen ist das Werksteam nicht mehr angetreten, weil sich Guy Martin geweigert hat, mit der halbgaren Technologie nochmal sein Leben zu riskieren.


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    (wahrscheinlich darf man keine Links posten)


    Der Stefan Bradl ist auch nur am "Jammern", weil er mit der Fireblade nicht zurecht kommt und es aus Japan offensichtlich keine Unterstützung für die seriennahen Mopeds gibt. Für Honda scheint nur die MotoGP zu zählen. Alle anderen Programme laufen halbherzig nebenher -bekommt man das Gefühl. So schließt sich dann auch der Kreis, was das Thema ABS bei der SC59 angeht: hier stand die schnelle PR im Vordergrund.


    Was habe ich mir mit der SC59 nur angetan?
    Ka

    Hi fritzdacat,



    ja, ich muss zugeben, dass ich mir schon fast in meinen Einteiler gemacht habe. Ich meine, dass Tmax bei 113°C lag. Dabei war die Umgebungstemperatur kleiner 20°C. Mein Golf 4 erreicht in der Stadt auch eine Temperatur von 107°C -selbst bei Taußen < 20°C. Irgendwie haben wir die 90°C immer als Referenzwert, weil uns das im Auto immer angezeigt wird. Wie die Messung heute gezeigt hat, ist dem aber nicht so. Was mir zu der Temperaturproblematik noch einfällt, ist, dass ich meist mit zu niedriger Drehzahl (<4.000U/Min) fahre. Das könnte erklären, weshalb mein Motor etwas wärmer ist als deiner. Allerdings bin ich mit 65kg schon etwas leichter als der Durchschnitts-SC59-Fahrer. Alles nur Spekulation.


    Das Thema SC59 ist noch relativ neu für mich: u.a. musste ich erst mal lernen, wie man den Ölstand richtig misst -nachdem ich es bis dato (250km bis jetzt gefahren) offensichtlich falsch gemacht hatte. Als Resultat habe ich knapp 500ml Öl nachgefüllt. Das hat mich natürlich verwundert, weil ich 1.) davon ausgegangen bin, dass der Händler die Ölwanne randvoll gemacht hat, bzw. 2.) davon ausgehe, dass meine BJ'10 eigentlich kein Öl verbraucht. 2l Öl auf 1.000km wäre eine ordentliche Hausnummer :-(.


    Ich beobachte weiter


    Ka

    Servus Gemeinde!


    Ein echter Scheiß ist das! Leider den Fehler gemacht, mir eine SC59 mit ABS gekauft zu haben. Im LS-Betrieb tut die Gute treu ihren Dienst. Bei zäh fließendem Verkehr - insbesondere Stop & Go - wird das Luder allerdings bockig und quittiert die angezogenen Zügel mit einer blinkenden ABS-Kontrollleuchte und ordentlich heißem Wasser (T>110°C). Jetzt nachdem ich mich mit der ABS-Materie vertraut gemacht habe und verstanden habe, wo die einzelnen Bauteile - insbesondere der vordere Modulator - verbaut sind, überlege ich natürlich auch, wie ich dieses Problem gelöst bekomme:


    1. Möglichkeit "Elektropumpe 12V"
    Eigentlich müsste es funktionieren, wenn man so ein Gebläse vorn im Bug unterbringt und den vorderen Modulator - zumindest bei langsamer Fahrt - mittels eines isolierten Schlauches mit Umgebungsluft versorgt. An-/Ausschalter befindet sich am Lenker. Alternativ könnte man die E-Pumpe auch am Heck befestigen. Allerdings befürchte ich, dass die Reibungsverluste durch den entsprechend längeren Schlauch sehr hoch sind und kaum noch Luft durch den Schlauch befördert wird. Vielleicht ist es auch egal.


    2. Möglichkeit "PC-Wasserkühlung"
    Gibt ja diverse PC-Wasserkühler, die mit etwas Aufwand, auch den vorderen Modulator kühlen sollten.


    3. Möglichkeit "Peltier-Element"
    Auf der einen Seite des Elements wird es bei Stromdurchfluss kalt und auf der anderen Seite wird es warm.


    So weit die Theorie. Leider kann ich euch keinen Prototypen liefern, weil mir einfach die Zeit und die Möglichkeit zum Schrauben fehlen. Falls von euch einer Bock auf Basteln hat, helfe ich mit schlauen Ideen gerne weiter ;-).



    Linke Hand zu Gruße
    Ka