Vorstellung - Michelin Power GP

  • Unter den Neuheiten von Michelin für 2020 ist auch ein Hypersportreifen (50% Landstraße/Rennstrecke),

    der Michelin Power GP.


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    Der Michelin Power GP verfügt über folgende Details:

    Der neue MICHELIN Power GP ergänzt das Hypersportangebot als Supersportreifen mit einem Fahrprofil von 50/50 (Straße/Rennstrecke). Der Power GP profitiert von einer neuen Karkasse, die das Handling erhöht, und den neuen Gummimischungen mit einem angepassten Anteil an Silica und Ruß. Im Gegensatz zum neuen Power 5 mit 11 Prozent besitzt der Power GP von Michelin 6,5 Prozent Negativprofilanteil und sorgt mit den speziell entwickelten Slickzonen im Profil für maximierten Grip und hohe Laufleistung auf der Rennstrecke.

    Der neue MICHELIN Power GP im Detail:

    - 2CT-Mischung am Vorderreifen mit einer silica-verstärkten Mischung in der Mitte der Lauffläche für optimierte Laufleistung und Nassgrip und einer neuen Mischung mit hohem Rußanteil auf der Schulter für hohen Kurvengrip.

    - 2CT+-Mischung am Hinterrad mit einer silica-verstärkten Mischung in der Mitte der Lauffläche und einer neuen Mischung mit hohem Rußanteil auf Schulter und Kante für hohen Kurvengrip. Bei der 2CT+-Technik von Michelin unterbaut die härtere Mischung die weichere für eine höhere Kurvenstabilität.

    - Premium-Velvet-Technologie neu im Motorradreifenbau von Michelin: Mittels dieser speziellen Technik aus dem Premium-Sportreifenbau für Autos werden Teile der Flankenbeschriftung gezielt herausgearbeitet, erhalten dadurch eine samtige Oberfläche und erzeugen eine hochwertige Optik und Haptik des Reifens.

  • Würde mich ungleich mehr interessieren als der Power 5...;)

  • So,

    der Michelin Power GP ist nun auch zum testen vollständig angetreten.

    Der ist nach M9 RR und CSA 4 dran.




    Falls nächste Woche gutes Wetter ist, werde ich es nutzen um auf meinem Weg zur Arbeit (wegen Kurzarbeit und 2 Schichtsystem, erstmal Spätschicht), da er sowieso zu meiner Teststrecke gehört, meine Eindrücke der jetzt verbauten Testreifen erfahren.

  • Da bin ich gespannt. Für den habe ich mich auch interessiert. Top!

    Ist der Hinterreifen 190/55 bei dir eingetragen? Gilt da jetzt nicht diese neu Gesetz, alles was nicht eingetragen ist, ist verboten, totz Freigabe des Herrstellers???

  • Mein Satz ist nun auch da.

    Kurzer Hinweis aus aktuellem Anlass, den ich beim Versand via mopedreifen erhalten habe: DPD unternimmt nur einen Zustellversuch - danach geht die Ware zurück - kein Paketshop o.Ä..


    Zur: Premium-Velvet-Technologie: Ich hoffe ernsthaft, dass der Aufpreis hierfür nicht > 1 Euro ist.

    Ja, es fühlt sich "nett" an, aber wer braucht das? Fummelt man vor der Eisediele an der Flanke des Reifens rum?


    Ansonsten lässt sich der Reifen im demontierten Zustand sehr einfach eindrücken - das Verspricht wohl eine Hohe Eigendämpfung.

  • Auf den hab ich auch n Auge geworfen....

    Ich hoffe ja immernoch dass sie eines Tages den Michelin-typischen "Katzenpfoten" Abrollkomfort den ich so liebe mit einer vernüftigen Stabilität in großer Schräglage kombinieren können.

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

  • Noch kurz die Profiltiefen, wenn der Reifen neu ist:

    Hinten Mitte 5,5mm

    Hinten Außen 5,0mm

    Vorne Mitte 4,0

    Vorne Außen 3,2mm


    Rein vom äußeren, oprischen her wirk der Reifen wie ein Power RS.

  • Die ersten 700 km sind runter gefahren ...

    Hierzu die ersten subjektiven Meinungen:

    Die Eigendämpfung empfinde ich als sehr gut genauso wie das Gripverhalten bzw vertrauen in den Reifen.

    Spurillen folgt der Reifen erstaunlicherweise nicht.

    Betumenstreifen jucken den Reifen auch nicht so sehr - da hatte ich mit anderen Reifen direkt ein rutschiges Gefühl.

    Interessant und zugleich auch etwas beängstigend fand ich die Temperatur des GP. Da mein Bruder mit seiner Blade noch den Power RS drauf hat und wir viel gemeinsam fahren kann man das recht gut vergleichen. Währendessen der Power RS auf gleicher Strecke handwarm wird, wird der GP deutlich wärmer. Wir haben hier um die 20°C Lufttemperatur - was macht der Reifen im Sommer bei 30°C+ ?

    Für viele ist das "Auf-Kante-Fahren" wichtig - mir ist das ziemlich wayne, da meine Schräglagen ehr so bei 35° sind - manchmal bei 40°. Bei 40° ist man schon ziemlich nah an der Kante - fehlen vielleicht noch 2-3mm. Beim RS waren da noch 5-7mm.

  • Für viele ist das "Auf-Kante-Fahren" wichtig - mir ist das ziemlich wayne, da meine Schräglagen ehr so bei 35° sind - manchmal bei 40°. Bei 40° ist man schon ziemlich nah an der Kante - fehlen vielleicht noch 2-3mm.

    Das mit den "Abständen" ist aber sehr Reifenbezogen.Als ich von Michelin zu Conti bin und beim Conti das Vertrauen gleich viel besser war was sich in der Schräglage zeigte (habe an meinem Seitenständer ein Pad drunter geschraubt).Denn dieses hat mit den Conti`s gestreift und dabei hatte ich noch mehr "Platz" bis zur Kante als bei den Michelin`s wo das nie der Fall war.

    Wie weißt Du das mit den 35° bzw. 40° Schräglage ?

    Habe 2016 ein Sicherheitstrainig gemacht da wurde nicht vom "Angststreifen" gesprochen sondern von der Reserve und mir ist das "Auf Kante " fahren sch..egal denn nur mein Gefühl zählt und somit habe ich meinen Spaß und alles andere zählt nicht. Und wenn die von Hinten kommen und an mir vorbei ziehen na und (wobei es weniger geworden sind seit ich auf Conti unterwegs bin da einfach mein Vertrauen viel besser ist).Und ich fahre auch nicht immer Gesetzeskonform :dumdiedum:(Ortschaften aber schon 50 oder 30)

    Grüße Michael
    allzeit gute Fahrt und immer heile ankommen :thumbsup:


    In meinem Alter muß ich nicht jedem in jeder Kurve hinterher "schießen" :schildgroete:
    Es steht mein Spaß im Vordergrund :wavey:

  • Für viele ist das "Auf-Kante-Fahren" wichtig

    Ja, mir.:P

    Wobei, wirklich "wichtig" ist es nicht; es macht einfach Spaß...;)

  • Habe 2016 ein Sicherheitstrainig gemacht da wurde nicht vom "Angststreifen" gesprochen sondern von der Reserve

    Wenn die "Reserve" noch nicht angefahren und dementsprechend glatt ist das alles nur kein Sicherheitsgewinn.

    Hier nennen die Jungs die übrigens "pussy-stripes".

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

  • Bei den Amis heißen sie "chicken stripes", wie ich mal in einer alten FastBike gelesen habe.:)

  • Und schon geht es weiter.

    Test 07/2020 ist gefahren und muss noch geschrieben werden.

    Nummer 08/2020 - Michelin Power GP ist auf dem Moped und die

    erste Runde (zur Arbeit) ich auch schon gefahren.




  • Wie weißt Du das mit den 35° bzw. 40° Schräglage ?

    Die SC77 hat einen "Laptimer", den ich für diverse Streckenabschnitte missbrauche.

    Ich nutzte den um im Nachgang zu schauen wieviel Schräglagen ich auf dem Streckenabschnitt hatte.


    Die "Reserve" (Angststreifen) macht nur Sinn, wenn du dich im normalen Alltag rantastest. Eine Gefahrenbremsung übt man auch erst mal ohne Gefahr mit maximaler Verzögerung, damit es im Notfall klappt. Ich hatte 2017 ein Kurventraining und werde ende des Monats nochmal eins machen.


    Die Abstände zur Kante sind Reifenbezogen - das ist mir klar, deswegen wollte ich es hier erwähnt haben.


    Zur Temperatur:

    Wir sind heute ~65km Autobahn gefahren - zwischendrin auf zwei Graden auch mal kurz Vmax.

    Nachdem man von der Autobahn abgefahren ist waren noch etwa 5 km Landstraße (100km/h) und dann habe ich höchstprofessionell mit einem Lasertermometer nachgemessen:

    Power RS Hinterrad: Mitte 40°C - außen 36°C

    Power GP Hinterrad: Mitte 45°C - außen 36°C

    m.E.n wurde an der Mischung in der Mitte etwas geändert.


    Ich bin mal sehr auf den Bericht von OSM62 gespannt.

  • Wenn deiner Meinung nach ein Bericht über ein paar Kurven mit mehreren hundert Kilometern einen Reifen beschreibt, dann bitte, letztendlich ist das 1/3 Test. Nicht mehr und nicht weniger.

    Widerspruch.

    Es ist ein 3/4 Test. Die wichtigen Eigenschaften machen 3/4 des Test eines Reifens aus.
    Selbst die "Fachzeitschriften" schaffen den Aufwand (geldlich und zeitlich) für einen "vollständigen" Test pro Gattung (Enduro, Touren und Sportreifen) nur alle 2-3 Jahre um dann auf gleichen Mopeds unter ständigen wechsel und dann ganz wichtig, denn Verschleiß und die Eigenschaften nach dieser Strecke zu testen.


    Ich teste immer mit den gleichen Moped auf gleicher Strecke, und das mit neuen Reifen die ich dann anfahre.

    Nur so zeigen sich die Unterschiede in den Fahreigenschaften. Eigentlich fahre ich die Reifen manches mal schon zu lange, weil man sich an die meisten Eigenschaften schnell gewöhnt (auch wenn sie nicht so gut sind).


    Und bei Fahrberichten zu neuen Reifen treffe ich von den einzelnen (Print)-Medien oft unterschiedliche Redakteure von den einzelnen Medien die dann ihre Eindrücke von den Reifen schildern.

  • Du sagst Du fährst nie mehr wie 1000km, was sagt das über den Verschleiß und die Performance bei einer Profilstärke unter 50 -60 % aus?


    Klar fährst Du die Reifen immer "gleich", genau das spiegelt dann "Deine" Eindrücke wieder. Für mich ist das nicht mehr wie ein 1/3 Test da ich von einem Reifen im Ganzen mehr Wissen will. Verstehe auch dass du so reagierst aber wir Biker fahren eben die Reifen runter weil sie oftmals ein kleines Vermögen kosten und wenn ich 6 Sätze Power RS auf 15.000km brauche die fast kein Profil mehr erahnen lassen dann wirst auch du verstehen was ich von der Art Reifen-Test halte. Solange sich die Art und Weiße von den Test's nicht ändern werde ich bei der Meinung bleiben und sie als Wischi-Waschi bezeichnen.

  • Du sagst Du fährst nie mehr wie 1000km, was sagt das über den Verschleiß und die Performance bei einer Profilstärke unter 50 -60 % aus?

    Yepp, genau das ist, was ich nicht beurteilen kann.
    Und wie ich oben geschrieben habe schaffen das selbst die großen Printmedien das pro Gattung nur alle 2-3 Jahre.


    Und was ich über die Jahre an Geld zum Reifenhändler getragen habe, da hätte ich schon so manches Sparschwein mit füttern können. Im Moment fahre ich ca. 15-20000 Kilometer im Jahr. Anfang der 90er habe ich 40-50000 Kilometer pro Jahr gefahren, da gingen bei 6-8000 Kilometer pro Satz einiges durch.
    Da wurde schon je Möglichkeit genutzt um günstig an Reifen zu kommen.
    Bei einem Renntraining 1992 (Instruktoren unter anderem Dieter Braun und Toni Mang) in Assen war Dunlop mit dem Reifendienst da und ich froh einen Satz Dunlop Sportmax für 400 DM abgreifen zu können.