Probleme beim synchronisieren der Vergaser

  • Hallo,


    ich habe heute versucht an meiner 93er Blade die Vergaser zu synchronisieren, bin dabei allerdings auf ein Problem gestoßen.

    Wenn ich die Vergaser im Leerlauf synchronisiere dann habe ich beim gasgeben bzw. beim halten einer höheren Drehzahl (~3000) wieder eine deutliche Abweichung (>0,05bar). Wenn ich sie auf der höheren Drehzahl synchronisiere habe ich eine Abweichung im Leerlauf. Muss das so sein oder stimmt da was nicht?

    Wie genau sollten die Vergaser überhaupt synchronisiert werden? Irgendwo hatte ich eine Toleranz von 0,03bar aufgeschnappt, das scheint mir aber recht schwer zu erreichen.


    Vergaser und Motor müssten in gutem zustand sein, Ventile sind frisch eingestellt und die Vergaser wurden gereinigt, kontrolliert und neu abgedichtet. Auch die Ansauggummis sind neu. An den Gemischschrauben habe ich nichts verändert. Zum synchronisieren wurden Uhren mit einem Messbereich von 0 bis -0,8bar verwendet.


    MfG

  • Vergaser werden immer bei Leerlaufdrehzahl synchronisiert. Leichte Abweichungen bei hoeheren Drehzahlen sind normal.

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

    Vorsicht!

    Das lesen meiner Beitraege erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Gefahr!

    Sollte jemand zu Schaden kommen übernehme ich keine Haftung!

    Vorsicht, ich koennte auch eine gespaltene Persoenlichkeit sein!

  • Vergaser werden immer bei Leerlaufdrehzahl synchronisiert. Leichte Abweichungen bei hoeheren Drehzahlen sind normal.

    Stimmt nicht ganz.

    Das ist zu pauschal.

    An einer Suzuki Bandit wird bei 2000 Umdrehungen synchronisiert.


    Genaue Auskunft bei welcher Drehzahl synchronisiert wird kann dir eventuell Dr.Blade oder mit Sicherheit das Handbuch geben.

  • Stimmt nicht ganz.

    Das ist zu pauschal.

    An einer Suzuki Bandit wird bei 2000 Umdrehungen synchronisiert.

    Bist du dir da sicher ? Woher ist diese Information und was fuer eine Bandit genau.

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

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  • Die sc28/33 werden im Leerlauf synchronisiert.

    Sowas sollte man aber vorzugsweise an Motoren tun die vorher nicht wochenlang rumstanden, ideal wäre es quasi wenn sie am Vortag noch richtig gefahren wurde.

    Nach dem synchronisieren den Motor bei höherer Drehzahl nochmal zu testen ist sogar ein muss. Ich lass sie mit ca. 4000 drehen und seh mir dabei die Werte an. Zum Schluss muss sie sogar richtig hoch drehen, da seh ich mir dann die Werte an die sich unmittelbar nach dem Gaswegnehmen einstellen, quasi den maximalen Unterdruck. Sinn ist folgender:

    Im Leerlauf kann man immer einen Gleichstand einstellen, ganz egal ob da was verstopft oder undicht ist.

    Nehmen wir als Beispiel mal an, es wäre ein Ansaugstutzen leicht undicht, nicht aus der Welt bei den uralten Gummis. Dann saugt der Motor eine Portion Luft durch diese Undichtigkeit, das gleicht man, weil mans ja nicht weiß, durch die Verstellung aus. Dreht man nun diesen Motor hoch ändert sich der Anteil dieser Falschluft und dadurch weichen die Werte Drehzahl-/Unterdruckabhängig ab.

    Auch undichte Ventile können sowas bewirken, da bewirken die drehzahlabhängig unterschiedlichen Öffnnungszeiten dann diesen Effekt.

    Will sagen, alles richtig gemacht, Synchronuhren sind rel. aussagefähige Diagnosegeräte wenn man sie zu interpretieren versteht.

    In deinem konkreten Fall würde ich zuerst nochmal Dichtigkeit prüfen, mit Bremsenreiniger absprühen oder auch Sichtkontrolle wie die Dichtlippen der Stutzen aussehen. Nächster Schritt wäre die Dichtigkeit der Ventile prüfen... mit Bordmitteln geht das folgendermaßen: Motor so drehen dass das zu prüfende Ventilpaar gerade geschlossen hat, dann den Ansaugstuzen mit Sprit soweit füllen dass die Ventile bedeckt sind und Motor weiterdrehen bis der Zylinder etwa im Totpunkt steht, auf Luftblasen achten. Sprit danach unbedingt absaugen. und mit dem nächsten Zylinder wiederholen.
    Das hat aber nur dann Sinn wenn der Motor wie am Anfang geschrieben nicht wochenlang stand.

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

  • Vielen Dank schonmal für die Antworten.


    Ich habe die Bucheli Reparaturanleitung für die Sc28. Leider steht da nirgends etwas zum Vergaser synchronisieren. Das, oder ich bin Blind und finde es nicht.


    Fahren ist leider nicht möglich, das Motorrad ist teilzerlegt und nicht versichert. Evtl. werde ich das ganze also zum Saisonbeginn wiederholen müssen.

    Mit einer Undichtigkeit rechne ich eigentlich nicht da die Ansauggummis neu sind. Überprüfen kann ich es ja trotzdem mal. Hätten sich undichte Ventile nicht zuvor schon bemerkbar gemacht? Außer unrundem Leerlauf wenn sie heiß war hatte ich keine Probleme, ihre 260-270 laut Tacho hat sie auch geschafft.


    Die Leerlaufprobleme lagen möglicherweise daran dass der Vorbesitzer einen der Schlauchanschlüsse an den Ansaugstutzen unverschlossen gelassen hat. So bin ich dann erstmal 1500Km gefahren. Dafür dass ein Zylinder massiv Falschluft gezogen hat lief sie erstaunlich gut, bis auf die Probleme im Leerlauf habe ich absolut nichts gemerkt. Hoffentlich ist dabei kein Schaden entstanden.


    Ich habe mittlerweile meine Messuhren unter Verdacht. Die Vorrichtung wurde von einem Bekannten selbst gebaut und seit Jahren nicht benutzt. Ich habe die Uhren mit einer Vakuumpumpe getestet und dabei festgestellt dass die ohnehin schlecht einstellbaren Drosseln das angezeigte Vakuum erheblich beeinflussen. Alle 4 Drosseln gleich einzustellen ist praktisch unmöglich. Ich werde mich also erstmal nach neuem Messwerkzeug umsehen müssen.


    Taugen diese selbstgebauten Schlauchwaagen von denen man oft hört was? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust 200€ für neue Synchronuhren auszugeben.

  • Bist du dir da sicher ? Woher ist diese Information und was fuer eine Bandit genau.

    Ja bin ich Suzuki Wva 8 Bj 2002

    Hatte ich jetzt 5 Jahre.

    Und wenn das OEM Handbuch nicht gelogen hat, bin ich mir da sicher.


    Sonst hätte ich es nach falschem Orginalhandbuch 5 Jahre lang falsch gemacht.


    Was im Umkehrschluss bedeuten würde,das die Synchronisation keinen Einfluss auf die Leistungsentfaltung hätte.

  • :tougue::tougue::tougue::tougue::tougue::tougue::tougue::tougue::tougue::tougue:

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

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    Das lesen meiner Beitraege erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Gefahr!

    Sollte jemand zu Schaden kommen übernehme ich keine Haftung!

    Vorsicht, ich koennte auch eine gespaltene Persoenlichkeit sein!

  • Taugen diese selbstgebauten Schlauchwaagen von denen man oft hört was? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust 200€ für neue Synchronuhren auszugeben.

    Ich habe noch nie etwas anderes genommen. Probier es Dir aus, du gibst dafür keine 10€ aus um Dir sowas zu bauen.

  • Nur meine Meinung:

    x-sync elektronischer Synchrontester. Die Classic Version davon reicht vollkommen.

    Der das taugt was. Klar, wegen einmal synchronisieren bisschen teuer. Wer öfters macht nur zu empfehlen.

    Egal wie schwer das Problem auch ist, sich am Ellbogen zu lecken ist schwerer...
    Fährt aktuell:
    Intruder VS1400 EVO 2, customized by Thunderbike, Bj 2002
    Honda CBR 900 RR (SC28), StreetFighter Umbau, Bj1992
    Yamaha V-MAX 1200, US Version ,offen, Bj 1998
    BMW R1200 GS, Bj 2005

  • Das Ding ist tatsächlich ganz gut... aber man muss auch zu interpretieren wissen was man da angezeigt bekommt. Ein Profi kommt auch mit Uhren zu nem guten Ergebniss, ein Laie wird von zuviel Information möglicherweise eher verwirrt.

    Für versierte Schrauber aber definitiv auch von mir ne Empfehlung.

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

  • Grundsätzlich bin ich ja der Meinung, "Wenn's mechanisch machbar ist, mach's mechanisch".

    Aber die Oszilloskop-artige Darstellung mit hoher Samplerate ist schon...:thumbup:

    Mir wär's allerdings zu teuer, das krieg ich nie wieder reingesyncht, dafür ist der Wunschzettel zu lang.

    Wenn mir diesen Winter langweilig ist und wider erwarten Programmierlaune aufkommt, bastel ich mir sowas mit Mobile oder Labtop als Frontend.:/

  • Im Grunde haut's mechanisch auch hin, dass stimmt. Ich hab mir den x-sync classic vor ca. einem dreiviertel Jahr geholt. Mittels 50,-€ Rabatt bei Louis. Dann also ca. 250,- €. Hab damit meine Mopeds (außer der BMW) gesynct und darüber hinaus noch die Mopeds von 3 Kumpels. Jeder von denen hat mir Freiwillig nen "Fuffi" gegeben. Also hab das Ding schon fast wieder drin :-)

    Egal wie schwer das Problem auch ist, sich am Ellbogen zu lecken ist schwerer...
    Fährt aktuell:
    Intruder VS1400 EVO 2, customized by Thunderbike, Bj 2002
    Honda CBR 900 RR (SC28), StreetFighter Umbau, Bj1992
    Yamaha V-MAX 1200, US Version ,offen, Bj 1998
    BMW R1200 GS, Bj 2005

  • Mir wär's allerdings zu teuer, das krieg ich nie wieder reingesyncht, dafür ist der Wunschzettel zu lang.


    Bei Louis gerade mit Rabatt (50 €) also 250,- Soll jetzt keine Werbung für die Tante Louise sein :-)

    Egal wie schwer das Problem auch ist, sich am Ellbogen zu lecken ist schwerer...
    Fährt aktuell:
    Intruder VS1400 EVO 2, customized by Thunderbike, Bj 2002
    Honda CBR 900 RR (SC28), StreetFighter Umbau, Bj1992
    Yamaha V-MAX 1200, US Version ,offen, Bj 1998
    BMW R1200 GS, Bj 2005

  • Im Grunde haut's mechanisch auch hin, dass stimmt.

    Ja nee, die oszzi darstellung ist einfach(er) zu interpretieren. (? Frage an dich. Das ist ja hier ein Werbebildchen)

    Das geht soo mit Uhren etc. halt nicht.


    50 günstiger, ok. Aber wo bleibt da mein Bastel*spaß.

    Den kann ich hier unter Kostensenkung verstecken.

    MAP Sensoren sind obszön billig geworden, da komm ich mit <50 Materialkosten weg.

    Knackpunkt ist die Weichware, da muss ich erstmal Motivation generieren, auch wenn ich was ähnliches schon in der Schublade hab.


    (* ich sag hier, selbstironisch, basteln. Kastanienmännchen bauen ist aber was anderes)

  • Ja wenn man sowas basteln kann dann ist's natürlich Klasse -> RESPEKT. Ich kann so was leider nicht.

    Egal wie schwer das Problem auch ist, sich am Ellbogen zu lecken ist schwerer...
    Fährt aktuell:
    Intruder VS1400 EVO 2, customized by Thunderbike, Bj 2002
    Honda CBR 900 RR (SC28), StreetFighter Umbau, Bj1992
    Yamaha V-MAX 1200, US Version ,offen, Bj 1998
    BMW R1200 GS, Bj 2005

  • Du bist ja eh versorgt.

    Jemand anders hat vielleicht Lust darauf und möchte sich einbringen.

    Schritt 1, mobil app prinzipiell zum tun bringen, war so schwer nicht:

    Wer mag und ein apk zum laufen bekommt kann das gerne probieren. das kann nix ausser das die balken sich bewegen wenn man an den schiebern schiebt.

    die frage ist, läuft das auf anderen telefonen.

    min android 4.4, max android 9.

  • Wie als Weihnachtsgeschenk ist der Sensor gekommen.

    Der liefert von 4v (1bar) bis 1.6v (0.5bar).

    Also etwa 2.5v Wertebereich, das sind bei 10bit-5v Auflösung ~500 Werte.

    Bin aber der Meinung das 1Byte bzw ~250 werte reichen. Das geht schneller durch das serielle Kabel.

    Nächste Frage ist dann wie schnell der Sensor ist, aber heute nicht mehr.

  • Bis hier ist's eine billige Geschichte, wie man sieht.

    Android programmierung finde ich zum kotzen.

    Das ist ein PC Programm, was aber auch noch etliches an Anpassung braucht.

    Wenn's da was fertiges gäbe, mit 4 Kanälen, bekannter und einfacher serieller Schnittstelle, wär's fast Lego.