Wiederaufbau: 92er NH1F

  • Mal wieder ein kleines Update zu diesem Projekt, große optische Sprünge sind es jedoch nicht geworden - das gleich vorneweg.


    In der Zwischenzeit hat sich folgendes getan:

    • Bugverkleidung rechts / links gegen "bessere" getauscht
    • linker Wartungsdeckel in Originaloutfit, der hatte einen kleinen Riss den ich nach bereits vorgestellter Methode repariert habe.
    • aus dem Lager und nahezu schon Goldstaub die Verkleidungsscheibe (wegen dem TÜV hauptsächlich, die kommt aber wieder runter)
    • einen Satz M7RR in Originalgröße
    • einen Tank, mal sehen ob der bleibt oder nur als Übergangslösung montiert ist
    • den Endtopf wo ich kürzlich vorgestellt habe, der funktioniert soweit bis auf die Optik wo ich nochmal überarbeiten werde (der Originale schwarze Endtopf kommt wieder ins Lager)
    • die Felge vorne ist eine andere, weil ich den Reifen der wo darauf war nicht abmontieren wollte und weil die jetzige Felge um ein paar Prozentpunkte schöner ist
    • seit gestern frischen TÜV, ohne Mängel
    • heute zugelassen

    was jetzt noch folgt ist mal ein ausgiebiger Test, stand ja immerhin seit 2007 und die originale Optik, das Ziel ist bekannt. Ist aber alles nicht so einfach halbwegs vernünftige Teile aufzutreiben. Bei der Kanzel wird mir wahrscheinlich nichts anderes übrig bleiben als diese entsprechend aufzuarbeiten, sprich erstmal in Honda schwarz lackieren. Das läuft mir aber bekanntlich nicht davon und fahren geht ja so wie sie jetzt ist genauso, für mich ist die Technik primäres Argument und die ist 1A.

  • kleiner Zwischenbericht was bisher aufgetreten ist seit der Anmeldung:


    - Wasserpumpe hat getropft

    letzte Woche war das Moped auf der Bühne, Stand dort zwei, drei Tage und hab dann abschließend den Kettensatz gewechselt, da fielen mir am Bugspoiler vorne ein paar Tropfen Kühlwasser auf, gesucht und fündig an der Kontrollbohrung der WaPu geworden. Erstmal nichts gemacht und weiter gefahren.

    => im Moment ist sie wieder trocken :/


    - ging plötzlich während der Fahrt aus

    konnte noch in einen Parkplatz ausrollen und hab erstmal geschaut, hatte ich noch nie so einen Ausfall, wie wenn der Stecker gezogen wurde... Dann erstmal Sichtkontrolle, nix zu sehen, Starter gedrückt... nix, auf Reserve umgestellt (waren knapp 200 km, aber keine Anzeichen dass der Tank leer ist zuvor), Starter gedrückt... nix, dann Killschalter 10x Ein/Aus (ich nehme den NIE), Starter gedrückt... nix, wieder geschaut und aus Frust den Killschalter 20x Ein/Aus geschalten, Starter gedrückt... läuft wieder.

    Tags zuvor war ich bei einem Bekannten, wir haben ein wenig über das Motorrad und den Wiederaufbau geredet wobei er um das Motorrad ist und an den Schaltern eine wenig gedrückt (gespielt) hat, nach unserem Gespräch fuhr ich problemlos nach Hause und danach noch am selben Tag kurz zu meinen Eltern. Bevor das Malheur passiert ist bin ich noch ungefähr 15km gefahren - tadellos. Ich kann mir nur vorstellen dass der Schalter eine kleine Kontaktschwäche hatte, insgesamt ein komischer Vorfall.

    => nach der Ausfahrt (ich bin nicht nach Hause zurück sondern noch 200km gefahren) den Schalter geöffnet, gereinigt und gefettet :thumbup:


    Ansonsten kein Auffälligkeiten, läuft wie ein Uhrwerk und macht richtig Laune :)

  • Immer wieder spannend zum lesen :thumbup:. Das mit dem Killschalter scheint ja wirklich an der wenigen Nutzung zu liegen :/? Erinnert mich etwas an den Fernlichtschalter meiner SC33, der bleibt meist hängen, da muss ich auch x-mal drücken bis das Fernlicht wieder aus ist =O!

    Kann man den auch irgendwie schmieren?


    Zum Killschalter, kann man den eigentlich einzeln tauschen (ok, geht hier um ne SC33)? Soweit ich gesehen habe gibt es nur die ganze Einheit? Bei meinem ist da irgendwie ne Ecke weg, k.A. wie das passierte, hatte sie so gekauft.


  • Kann man den auch irgendwie schmieren?

    Zerlegen, reinigen, schmieren - alles andere bringt keine dauerhafte Lösung. Gibt es hier einige Informationen im Board die über die Suche zu finden sind da das inzwischen ein Standard-Problem ist nach den Jahren, ist machbar aber man sollte da schon ein wenig Fingerfertigkeit und Geduld besitzen.

    Soweit ich gesehen habe gibt es nur die ganze Einheit?

    Genau, anders kenne ich das auch nicht bei der 33er.

  • Kann man den auch irgendwie schmieren?

    Ich kenne das Problem vom Blinkerschalter her. Die Schalter, also die kleinen Kontaktteile darin sind mit Fett montiert, das im Laufe der Jahre verharzt.


    Ausbauen, reinigen (WD 40) und mit säurefreiem Fett (Polfett) oder zur Not auch Vaseline wieder zusammensetzen. Dann ist wieder für 20 Jahre Ruhe.

    Unterwegs kann es im Notfall ausreichen, den Schalter mit WD 40 zu fluten. Beim Blinkerschalter hat das als Notreparatur jedenfalls geklappt. Kommt man aber auch besser dran.

  • (Polfett) oder zur Not auch Vaseline

    Polfett IST Vaseline, kostet nur mehr. Besser, weil in jedem Fall Materialverträglich sind Silkonfette.

    reinigen (WD 40).... den Schalter mit WD 40 zu fluten

    WD40 besteht (fast) ausschließlich aus Petroleum... ob man damit auf Kunststoffteile gehen sollte kann sich jeder selber überlegen.

    Diese "Notbehelfe" kenn ich... weils dann ja erstmal wieder geht, bleibts vorerst so... und wenns dann nach 2-3 Jahren erneut streikt isses wieder n "Not"fall... und am Ende kriegste dann den völlig versabberten Mist auf die Werkbank.

    Ist aber auch ne echte Zumutung schon nach nur 20-30 Jahren mal sauber machen und neu schmieren zu müssen.

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

  • Diese "Notbehelfe" kenn ich... weils dann ja erstmal wieder geht, bleibts vorerst so... und wenns dann nach 2-3 Jahren erneut streikt isses wieder n "Not"fall... und am Ende kriegste dann den völlig versabberten Mist auf die Werkbank.

    Wenn ich von Notbehelfen spreche, meine ich das auch so. Habe das für die Fahrt nach Hause schon erfolgreich gemacht, denn 300 Kilometer ohne Blinker sind nicht so erfreulich. Danach natürlich die Schaltereinheit zerlegt, gereinigt und mit Polfett wieder zusammengebaut. Danach ist der Fehler bis zum Verkauf (5 Jahre) nicht mehr aufgetreten.


    PS: Die Bestandteile von WD 40 sind mir bekannt,

  • Da haste was in den falschen Hals gekriegt.... wenn mans danach richtig macht spricht nicht viel gegen WD40, meine erste Wahl wärs dennoch nicht.

    Ich hab nur über das berichtet was ich dann später aufm Hof stehen hab.... der Pflegezustand der allermeisten Motorräder ist gelinde gesagt suboptimal.....und das wird mit dem Alter der Fahrzeuge nicht besser.

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

  • der Pflegezustand der allermeisten Motorräder ist gelinde gesagt suboptimal.....und das wird mit dem Alter der Fahrzeuge nicht besser.

    Das mag ja in der Breite stimmen. Aber ich kann dir mindestens drei Gegenbeispiele aus eigenem Besitz zeigen und diverse andere aus dem Besitz von Freunden oder Bekannten.


    Natürlich habe ich da auch Erkenntnisse aus der technischen Abnahme unserer Teilnehmer. Die sind zum Teil schon bedenklich, gerade leider bei Jüngeren, die oft nicht die Affinität zur Technik mitbringen. Aber, soweit man den Teilnehmern Glauben schenken darf, gilt das auch teilweise für Werkstätten. Da kommen angeblich frisch aus der Inspektion Motorräder zu uns, deren Ketten selbst bei Belastung auf der Schwinge laufen.


    Um auf das Thema zurück zu kommen:


    Den Notausschalter abbauen, zerlegen und penibel mit sauberen Tuch reinigen und dann mit geeignetem Schmiermittel wieder zusammen bauen. Dann hat der TS erst einmal wieder 20 Jahre Ruhe.

    Einmal editiert, zuletzt von Fire35 (12. Juni 2024 um 12:15)

  • Den Blinkerschalter Musste ich bei der 57er auch machen ... Arbeitsaufwand von 20 Minuten schätze ich ...

    Aber ja, das stärkt definitiv die Feinmotorik ^^.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

  • Den Notausschalter abbauen, zerlegen und penibel mit sauberen Tuch reinigen und dann mit geeignetem Schmiermittel wieder zusammen bauen. Dann hat der TS erst einmal wieder 20 Jahre Ruhe.

    Wenn Du mich meinst, ich weiß was ich zu tun habe und brauche keine Hilfe dahingehend, zumal ich geschrieben habe was ich danach gemacht habe und der GonzoSC33 hat gefragt ob man die Wippe wechseln kann vom Schalter weil eine Ecke abgebrochen ist und nicht weil er nicht funktioniert.

  • Ausbauen, reinigen (WD 40)

    Kontakt 60 plus ist dafuer gemacht.

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

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