Stahlflex

  • Ich bin auf der Suche nach Stahlflex Bremsleitungen für die Vorderbremse - konnte bis jetzt aber nichts finden.
    Kennt hier jemand eine Quelle?

  • Melvin


    Die Nachricht ist zu kurz. Der Text muss mindestens 2 Wörter enthalten.

  • Für ein derart neues Moped wird's wohl noch nix geben. Schreib am Besten mal Fa. Melvin an und frag dir, ob Du das Testobjekt stellen kannst. Dann kriegst vielleicht für umme oder billiger...

  • Die beiden Firmen hätte ich auch empfohlen. Interessant wäre auch, ob es beim aktuellen abs möglich ist, die Bremsflüssigkeit ohne Anschluss eines Honda-Servicerechners zu wechseln.

  • Ich habe Antwort das es die Stahlflexleitungen aktuell von: Spiegler, Probrake und Speedbrakes gibt. Ist zwar noch nicht auf der Weppage aber man kann per e-mail bestellen.
    Ich habe mich auf Empfehlung meiner Hondawerkstatt für Spiegler entschiede. Anfang August werden sie montiert und zwei Wochen später in Most getestet.

  • Wirklich zum Lachen das die im Jahr 2017 nicht ab Werk verbaut werden...
    selbst meinem Bruder sein 125ccm China Roller hat Stahlflexleitungen ab Werk dran :tougue:?(?(

  • Habe gestern die Stahlflex von Spiegler montiert bekommen.



    25.-27.8. werden sie in Most in Betrieb genommen.

  • Oh je, das gibt wieder Diskussionen.😉


    Es geht da eher um Druckpunkte die konstanter bleiben, wenn Du Deine Maschine forderst und ein wenig Gefühl für das Fahren hast wirst Du den Unterschied definitiv merken.

  • Die Diskussion ist in der Tat eine Glaubensfrage. Ich persönlich sehe nämlich nicht viel Vorteil, da alles über einen Modulator geschieht - also Dein "Gefühl" per Algorithmus generiert wird. Aus meiner Sicht lohnt es sich erst - wenn es nicht nur um die Optik geht - wenn man das ABS ausbaut und direkt verlinkt.

  • Meine Bremse auf der Rennstrecke ließ deutlich nach. Druckpunkt wanderte, musste immer weiter anziehen.


    Wie kann man das beheben? Die Flüssigkeit wird ja warm, der Gummischlauch auch. Daher drückt er ebenfalls auseinander??? Wodurch sich der Druck ändert.

    Bei Stahlflex ist ja der Faktor des auseinanderdrückenden Gummischlauchs nicht.


    Wobei ja das ABS noch weitere Schläuche hat die auch getauscht werden müssten??

    Oder, was sonst machen?

  • Das Hauptproblem ist die Bremsfluessigkeit. Nimm eine Racing-Fluessigkeit mit hoeerem Siedepunkt.


    Hier ist eine ganz gute Liste mit Siedepunkten bei den ersten Beitraegen.:

    https://www.racing4fun.de/foru…opic.php?t=47029&start=10

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

    Vorsicht!

    Das lesen meiner Beitraege erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Gefahr!

    Sollte jemand zu Schaden kommen übernehme ich keine Haftung!

    Vorsicht, ich koennte auch eine gespaltene Persoenlichkeit sein!

    Ach so, : „Wenn du Gott siehst, dann musst du bremsen“

    Einmal editiert, zuletzt von dunlop ()

  • Bremsflüssigkeit probiere mal die Ate Typ 200

    Hat ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

    Und ist auch auf der Straße nutzbar.

    Was bei machen reinen Rennbremsflüssigkeiten nicht der Fall ist.


    Problem sind aber auch die Bremsbeläge.

    Hatte ich bei der SC82 auch.

    Die ersten paar Runden alles top, aber gegen Ende wurde die Bremse weich.

    Mit den Vesrah RJL SS hat sich das Problem erledigt.



    Btw, reine Gummi-Bremsleitungen gibts schon länger nicht mehr.

    Die meisten Serienleitungen enthalten mindestens eine Lage Stahlflex.

    Einfach aus Sicherheitsgründen.

    Und mit dem Bremsleitungsgewürge, was die heutigen ABS-Systeme haben, wirst du nie einen knallharten Bremspunkt hinbekommen.

  • Du beschreibst ja das typische "Fading". Das entsteht, wenn die Bremsbeläge zu heiß werden und ausgasen. Dadurch bildet sich eine Art Puffer zwischen Belag und Scheibe, so dass sich die Bremsleistung immer weiter verschlechtert. An der Bremsflüssigkeit liegt es in der Regel nur, wenn diese schon alt ist und zuviel Wasser aufgenommen hat. Das siedet dann nämlich und dadurch entstehen Blasen. Was das zur Folge hat, kann man sich ja denken. Den Siedepunkt der frischen Bremsflüssigkeit wird wohl kaum jemand erreichen, wenn man nicht permanent auf der Bremse steht bei gefühlt 80% Gefälle.


    Also, für Dich können nur andere Beläge die Lösung sein, die weniger anfällig für das Fading sind.

  • Ach so, und mit den Leitungen hat Thomsen vollkommen recht. Es handelt sich auch bei "normalen" Leitungen um Leitungen, die einen inneren Drahtaufbau haben. Stahlflex sind nur außen nochmal ummantelt und sehen natürlich auch besser aus.

  • Du beschreibst ja das typische "Fading". Das entsteht, wenn die Bremsbeläge zu heiß werden und ausgasen. Dadurch bildet sich eine Art Puffer zwischen Belag und Scheibe, so dass sich die Bremsleistung immer weiter verschlechtert. An der Bremsflüssigkeit liegt es in der Regel nur, wenn diese schon alt ist und zuviel Wasser aufgenommen hat. Das siedet dann nämlich und dadurch entstehen Blasen. Was das zur Folge hat, kann man sich ja denken. Den Siedepunkt der frischen Bremsflüssigkeit wird wohl kaum jemand erreichen, wenn man nicht permanent auf der Bremse steht bei gefühlt 80% Gefälle.


    Also, für Dich können nur andere Beläge die Lösung sein, die weniger anfällig für das Fading sind.

    Das ist nicht korrekt. Die Suppe kocht schon lange bevor es zu Fading an der Motorradscheibe kommt. Die Fadingtemperatur ist locker mal 700 Grad an der Scheibe. Die Waerme uebertraegt sich ueber die Kolben auf die BF. Es liegt fast immer an der BF.

    Beim Fading alleine wuerde der Druckpunkt auch nicht so weich werden.

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

    Vorsicht!

    Das lesen meiner Beitraege erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Gefahr!

    Sollte jemand zu Schaden kommen übernehme ich keine Haftung!

    Vorsicht, ich koennte auch eine gespaltene Persoenlichkeit sein!

    Ach so, : „Wenn du Gott siehst, dann musst du bremsen“

  • Trotzdem hat Carsten wohl recht, wenn er sagt das es hier wahrscheinlich an den Bremsbelägen liegt. ;)


    Straßenbremsbeläge sind halt, meistens, auf sehr hohe Haltbarkeit und sehr gute Kaltbremswirkung ausgelegt.


    Unsere Erfahrung mit Straßenbelägen und Rennbelägen auf der Rennstrecke:


    Brembo SA (straßenzugelassen)

    Sehr gute Bremswirkung, sowohl kalt als auch heiß.

    Verschleissen auf der Renne aber stark.

    Für ein oder zwei Trackdays im Jahr vollkommen ok.

    Für Dauerbetrieb, auf der Renne, zu hoher Verschleiss.


    Brembo RC (Carbon-Keramik Rennbelag, keine ABE):

    Kalt recht schwache Bremsleistung.

    Benötig kalt eine recht hohe Handkraft.

    Nach 1-2 Runden, wenn sie richtig heiß sind, sehr gute Bremswirkung

    Benötigte Handkraft wird mit steigender Temperatur merklich geringer.

    Bremsleistung bleibt, wenn sie einmal auf Temperatur sind, sehr konstant.

    Haltbarkeit recht hoch. Ca. 3-4 mal so lange wie die SA.

    Preislich im mittleren Segment


    Brembo SR (straßenzugelassener Bremsbelag für Trackdayfahrer)

    Kalt sehr gute Bremswirkung.

    Baut auf der Renne aber schnell und stark ab.

    Meiner Meinung nach nicht zu empfehlen.


    Vesrah RJL SS (reiner Rennbelag).

    Sehr gute Kalthaftung.

    Sehr temperaturstabil und bissig.

    Leider mit rund 110€ je Zange recht teuer.


    Honda Serienbelag:

    Gute Kalthaftung.

    Zu Anfang auch auf der Renne nicht schlecht.

    Baut gegen Ende des Turns merklich, aber nicht dramatisch, ab.

    Haltbarkeit auf der Renne, für einen Straßenbelag, nicht schlecht (bei mir 4 Tage Osche)

    Recht günstig (umme 55€/Zange).


    Lucas SRQ (Rennbelag auf Sinter Basis)

    Sehr gute Kalthaftung.

    Temperaturstabil.

    Extrem hoher Verschleiss.

    Staubt auch stark.

    Preislich recht günstig, was sich aber durch den hohen Verschleiss relativiert.


    Die Lucas CRQ sind, wenn ich das recht in Erinnerung habe

    (ist schon 15 jahre her das ich sie das letzte Mal gefahren bin), mit den Brembo RC vergleichbar.

    Da sie zur Zeit sehr günstig zu bekommen sind (ca. 35€ je Zange) werd sie sie als nächstes ausprobieren.


    Bei Carbon Belägen (Brembo RC, Lucas CRQ) sollte beachtet werden das diese auf die Scheiben besonders eingebremst werden müssen.

    Ein ständiger Wechsel zwischen Carbon- und Sinterbelägen ist daher nicht zu empfehlen.