Bremse vorne

  • Moin moin an euch alle,


    ich habe ein kleines Bremsproblem mit meiner Blade...


    Ich fahre zu jeder Gelegenheit die sich mir bietet an den Kyffhäuser, also so 5-8 Wochenenden im Jahr (mit Zelt) und das geht da schon ziemlich aufs Material dort also speziell die Bremsen wie sich jetzt zeigt.


    Ich habe vor diesem letzten Wochenende gemerkt das meine Bremse vorne ein ganz klein wenig schwer geht, also nicht 100%ig löst. die beiden inneren Beläge haben immer ganz leicht geschliffen. Ich habe die Zangen zerlegt, also alle Kolben raus und gereinigt und mit Bremsen Montagepaste von ATE wieder montiert. Das habe ich schon oft erfolgreich an einigen meiner Moppeds gemacht. Hier war das nicht erfolgreich, also die Beläge haben immer noch (leichter!) geschliffen. Aufgrund von Zeitmangel bin ich aber trotzdem so zum Berg gefahren. Nach 5-6 mal rauf und runter fing die Bremse an zu rubbeln bei niedrigen Km/h und wenig Bremsdruck. Bei viel Druck und höherer Km/h war kein Rubbeln spürbar.


    Ich fahre übrigens Berläge von Louis, die Hausmarke in Sinter mit denen ich eigentlich sehr zufrieden bin.


    Nun meine Fragen:


    Ich muss ja nun die Scheiben schleifen lassen oder neue holen, mal sehen. Wo bekomme ich 2 Bremszangen Rep. Sätze ? Und welche Beläge soll ich fahren damit die Scheiben sich nicht verziehen beim heftigen Bremsen Bergab bei 36 Kurven ? Also ich bremse schon ziemlich dolle wie gesagt und ich bin am Kyffhäuser auch nicht langsam ;-)

  • Wenn die Bremsbeläge ständig stark schleifen, können sich die Scheiben verziehen, und wenn die stark verzogen sind, kannst Du nur noch tauschen.
    Bei den Belägen würde ich originale nehmen, kosten zwar etwas mehr, aber meiner Meinung nach zahlt sich das aus ;)

  • Ok, dann überhole ich die Zangen jetzt richtig mit neuen Dichtringen.


    Sind die Original Honda Bremsscheiben und Original Honda Beläge für extreme Belastungen geeignet wie sie auf der Rennstrecke oder am kyffhäuser auftreten?


    Also die reine Bremsleistung ist mir gar nicht soooo wichtig aber halten soll das ganze schon, bremsen natürlich auch ;-)

  • Wenn du ne öffentliche Straße mit einer Rennstrecke gleichsetzt stellt sich die Frage, ob du auf ner Rennstrecke wirklich so schnell unterwegs bist eine Bremsanlage ans Limit zu bringen, oder nur einer dieser hirnlosen Kamikazepiloten die sich auf youtube bewundern, auf der Renne aber auslachen lassen müssen.
    Solltest du diese Frage hier beantworten wird man dir auch weiterhelfen können... denn Fakt ist, eine echte Rennbremse funktioniert auf der Straße schlecht, eine Straßenbremsanlage hat auf der Renne wenig Überlebenschance. Das verhält sich (logischerweise) nämlich wie mit den Reifen....

    Eines Tages glaubte ein Koyote entdeckt zu haben, dass er nur lange genug heulen müsse um den Vollmond zu besiegen.... (keine alte Indianerweisheit sondern eher eine Erkenntniss des internet-Zeitalters)

  • da gibt es viele Möglichkeiten.
    Am wahrscheinlichsten klingt aber für mich dass Bremsstaub unter den Dichtungen klemmt und die Kolben nicht so zurückgehen wie sie sollen. Dann hast du deine Bremse aber auch schon sehr wahrscheinlich stiefmütterlich behandelt.


    Bremsscheiben verziehen mit Straßenbelägen auf der LS?! Da musst du schon sehr bescheiden bremsen und das Dingen am besten bergab durchgehend halten - leichtes Schleifen reicht da nicht um die Scheiben so eben zu killen. Überleg dir mal ob du die Belastung einer RS wirklich auf der LS nachahmst.


    Sorry, aber da darfst du dir in der Tat nicht viel drauf einbilden.


    01.05.18 Padborg Park SwitchEvent
    12./13.05.18 Groß Dölln MotoMonster
    26./27.05.18 Oschersleben MotoMonster
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    15./15.09.18 Padborg Park SwitchEvent

  • Meiner Erfahrung nach sind die originalen Bremsscheiben und Beläge für den Strasseneinsatz top. Bis zu einem gewissen Können auch auf der Rennstrecke. Dann am besten andere Beläge. Z.B. Lucas CRQ.

  • Von Biker Oasis Cafe' auf Berg zu fahren ist eine Strecke mit ziemlich enge Kurven und nicht besonders schnell. Meistens ist da auch viel werkehr. Die Strecke nach dem Denkmal macht mehr spass zu fahren in richtung Bad Frankenhausen. Ich kenne die Strecke B85, war letztesmal da vor einige Wochen.


    Auf diese Strecke reicht wöllig Standard Lucas SV (Sinter) Beläge und Bremsscheiben. Die Sc50 hat schon als standard 330mm Bremsscheiben und die Bremsen bissen häftig in niedrige Geschwindigkeiten (Kyffhäuser).


    Die Dichtungen putzen in Bremsflüssigkeit und dann nur die Staubdichtungen leicht mit Silikofett übertragen. Die Dichtungen soll man nicht in Bremsflüssigkeit liegen lassen!!


    Wenn die Bremsscheiben keine Hot Spots (Blau) haben, dann würde ich die nur messen und mit einem Messuhr kontrollien dass die gerade sind.

  • Ich wollte nochmal was sagen: also ich bin sicher kein Rennfahrer (auch auf der LS nicht) ich kann nur sagen dass meine Bremse vorne gaaaaaaanz leicht geschliffen hat, nur die inneren Beläge und das auch nur sehr leicht, also gemerkt habe ich das nur beim drehen des Rades als ich die Maschine aufgebockt hatte und das Rad ließ sich zu 99% leicht drehen, es hat halt nur so ein leichtes Schleifgeräusch gegeben. Also wirklich fest sind die Zangen sicher nicht.


    Das Ding iss aber auch dass ich vielleicht 6-7 mal den Berg rauf und wieder runter bin und dann die Bremse vorne anfing zu rubbeln und die Scheiben sind durchgängig verfärbt, nicht total blau aber dunkler als sonst.


    Ok, ich beschleunige und bremse im Verhältnis zu meinem Kumpel mit dem ich dort immer hin fahre schon heftiger aber dass ich nun gar nicht oder nur sehr bescheiden bremsen könnte mag ich so nun auch nicht glauben, aber wer weiß...

  • Das Beläge leicht schleifen ist ganz normal, deswegen mach dir mal keine Gedanken. Es passiert ganz einfach mal dass die Bremsscheiben über den Jordan gehen, deswegen muss man nicht alles anzweifeln ;) Meinereiner hat sich auch einen Satz Scheiben in den Alben zum rubbeln gebremst. Scheiben wechseln und weiter geht's :perfekt2:

  • ... welche Bremsscheiben würden ohne etwas zu ändern noch auf die SC50 passen, z.b. von der Sc44 oder Sc57 oder oder oder ???

    Nur die SC44 und die SC50 haben 330mm Durchmesser. Die Modelle davor und danach haben alle einen kleineren Durchmesser.

    ... remember the times, when sex was safe and bikes were dangerous?

  • kleines Update:


    Ich weiß jetzt was los war, ich hatte einen Sturz, bin in einer Linkskurve am Kyffhäuser weg gerutscht und die Maschine ist auf die linke Seite gekippt, hatte einen Leitpfosten tuschiert und bin dann fast bei Schrittgeschwindigkeit doch umgekippt. Asche auf mein Haupt, daran habe ich in Bezug auf die Bremse gar nicht mehr gedacht auch weil ich das nicht im zeitlichen Zusammenhang sah.


    Na ja, ich habe die Bremsscheiben mittels Messuhr vermessen, Rechts war OK, Links 0,8 mm Schlag.


    Es war nicht die Scheibe verzogen sondern der Innenring! Habe diesen gerichtet bis auf 5 Hundertstel mm und seitdem kein Rubbeln mehr. Muss beim Unfall passiert sein mit der Scheibe!

  • Ich krame mal mein altes Thema wieder hoch weil ich das Problem immer noch habe und so langsam echt am verzweifeln bin.


    Zur Info vorab:


    Ich fahre seit Winter 2019/2020 ein anderes Motorrad als die sShwarze um die es hier Anfangs ging, nämlich meine 2. CBR954 mit dem geschweißten Riss im Motorblock. Das Problem mit der Bremse ist aber exakt das selbe :-(


    Ich habe euren rat beherzigt und Original Honda Bremsbeläge vorne verbaut, vorher hatte ich ja schon die Zangen komplett zerlegt und neue O Ringe rein gemacht.

    Leider schleift die Bremse immer noch und für mein Gefühl auch zu stark, bei allen anderen Moppeds die ich bisher hatte waren die Scheiben nach allerhöchstens einer Umdrehung des Rades per Hand (Montageständer) komplett frei, meine schleifen immer. Ich höre auch ganz genau dass es die Bremse ist und nichts anderes.


    Ich war wieder am Kyffhäuser und habe innerhalb von knapp 1500 Km die Bremsbeläge gekillt (fast bis auf den Träger weg) und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass ich soooooo falsch bremse, Ok wie ich schon schrieb beschleunige ich stark und gehe vor den Kurven auch immer ziemlich voll in die Bremse, aber ihr sagt ja auch das wäre mit einer Rennstrecke nicht vergleichbar.


    Jetzt, in meiner Verzweifelung, habe ich die Zangen nochmal zerlegt und gereinigt - kein Erfolg. Dann habe ich andere Bremszangen gekauft (gebraucht von der 33er) und das Problem blieb, nach Reinigung das gleiche.


    Was kann das nur sein ????


    Hatte vorher als Übergangsmopped ne GSXR600 und dort auch die Bremse neu abgedichtet/ gereinigt. Damit war ich auch einige Male am Kyffhäuser, die Bremse war absolut freigängig und die Beläge hat mein Neffe (der hat das Mopped jetzt) immer noch drauf, ich habe die ca. 6000 Km gefahren und die Beläge hatten locker noch 50% Belag.


    Das kann doch alles nicht wahr sein. Apropos, natürlich sind die Scheiben jetzt wieder verfärbt und obwohl anfangs mit den neuen Original Belägen die Bremswirkung sehr gut war fing sie recht schnell wieder an leicht zu Rubbeln und auch die Verzögerung ließ rapide nach.


    Ich habe die Beläge sachte eingebremst!


    Hilfeeeeeeeeeee.

  • Also die Kolben unten sind freigaengig. Dann wuerde ich mal die Pumpe ansehen. Vielleicht haengt der Kolben der Pumpe fest. Kannst du wenn du einen Bremssattel abschraubst die Kolben leicht zurueckdruecken ?

    scribere non curo ego dolentes quod aliquis fals

    Vorsicht!

    Das lesen meiner Beitraege erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Gefahr!

    Sollte jemand zu Schaden kommen übernehme ich keine Haftung!

    Vorsicht, ich koennte auch eine gespaltene Persoenlichkeit sein!

  • Von den Brembo Sätteln liest man ähnliches, allerdings im René-Betrieb. Die haben Alu-Kolben, die sich mal verziehen und dann ungleichmäßig am Bremsbelag anliegen und das Rad läuft nicht mehr ganz frei.


    Soweit ich weiß sind bei den normalen Sätteln der Hondas aber Stahlkolben verbaut, da dürfte sowas nicht vorkommen. Unmöglich ist es nicht aber unwahrscheinlich.

    (falls du nochmal an die Sättel gehst könnte man die Kolben ja spaßeshalber mal vermessen).


    Wie dunlop schon schrieb würde ich auch die Bremspumpe mal unter die Lupe nehmen (wobei du ja das Moped mittlerweile gewechselt hast - und die Störquelle nun auch eine andere sein kann).


    Falls sich sonst nichts ergibt evtl. Ne Verhaltens-Modifikation in Betracht ziehen ;)

  • ich habe grad die Radialbremspumpe der SC57 angebaut. Keine Veränderung.


    Das kann doch aber nicht normal sein dass ich, aufgebockt, wie blöd am Rad drehe und nach einer halben Umdrehung steht es schon wieder ?